Ist ChatGPT eine Gefahr für die Textbranche?

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Es ist zurzeit in aller Munde: ChatGPT. Was ist ChatGPT eigentlich und wie funktioniert es? Ist es das Aus für die gesamte Text­branche? Das und meine Empfehlungen für dich erfährst du in diesem Blogartikel.

Möchtest du lieber die dazugehörige Podcast-Episode hören? Dann klicke hier.

Was ist ChatGPT?

ChatGPT ist ein Chatbot, der auf Basis von KI, also künst­licher Intel­li­genz basiert. GPT steht dabei für „Generative Pre-trained Trans­former“ und funktioniert anhand von Machine Learning.

Der Chatbot wurde im November 2022 von einem amerika­nischen Unter­nehmen namens OpenAI entwickelt. In den letzten Wochen ist das Thema so richtig in Deut­schland angekommen und kursierte sowohl in den Medien als auch in Social Media.

Wie funktioniert ChatGPT?

Der Textroboter funktioniert so, dass du am Anfang einen Text in den Chat eingibst und die KI aufforderst, einen Text zu erstellen oder eine Frage zu beantworten. Die Firma OpenAI beschreibt es auf ihrer Website so: (Ich habe es frei aus dem Englischen übersetzt):

„ChatGPT funktioniert wie eine Konversation. Das Dialog­format ermöglicht es u. a., weitere Fragen zu beantworten und seine Fehler zu berichtigen. ChatGPT wurde darauf trainiert, eine Anweisung zu befolgen und detail­lierte Antworten zu liefern“.

Hier findest du ChatGPT:

  • Unter https://chat.openai.com/ kannst du dich kostenlos registrieren und dann einloggen.
  • Das kannst du sowohl am Smart­phone machen als auch am PC.

Nach dem ersten Einloggen haben sich Fenster geöffnet. Frei übersetzt stand dort:

„Das System kann manchmal falsche oder irre­führende Informationen liefern. Außerdem kann es vorein­genom­mene Inhalte produzieren. Es ist nicht beabsichtigt, dass es Rat­schläge gibt.“

Okay, das klingt jetzt erst mal abschreckend. Lass uns das Tool doch mal zusam­men auspro­bieren. Ich teste es live mit dir aus (wenn du auf den Bild­schirm schauen magst, dann schaue dir das obige YouTube-Video an).

Das habe ich in die Eingabemaske eingegeben und darauf­hin entstand dieser Chat:

  • Ich: „Blogartikel-Überschrift zum Thema Wichtigkeit von Pausen im Beruf“

  • ChatGPT: „Die Bedeutung von Pausen für den beruf­lichen Erfolg“

  • Ich: „Für Freelancerinnen“

  • ChatGPT: „Warum Pausen für Freelance­rinnen unverzicht­bar sind“

  • Ich: „Duzen“

  • ChatGPT: „Warum Pausen für dich als Freelancerin unverzicht­bar sind“

  • Ich: „3 Gründe“

  • ChatGPT: „3 Gründe, warum Pausen als Freelancerin unerläss­lich sind: Verbesserung der Konzen­tration, Steigerung der Motivation und Vorbeugung von Burnout.“

Du siehst: Es ist wirklich ein Chat zwischen mir und dem Text­roboter. Am Ende hat er dann wohl nicht mehr die 3 Gründe in die Überschrift rein­gebracht, sondern die 3 Gründe explizit genannt, was ich mir anders gewünscht hätte. Okay, ich hätte weiter berichtigen können, aber jetzt weißt du, was ChatGPT ist und wie es funktioniert.

Kommen wir zu der viel spannenderen Frage:

Ist ChatGPT eine Gefahr für die ganze Text­branche?

Werden Texter*innen, Lektor*innen, Copy­writer*innen und ähnliche Berufe überhaupt noch gebraucht?

Wie wirkt sich so ein schlauer Text­roboter auf die Textbranche aus?

Ich sage dir meine Meinung:

Einerseits …

… kann ich mir leider schon vor­stellen, das gewisse Kund*­innen es nicht mehr für nötig erachten, auf Menschen zurück­zugreifen, wenn das Ganze (mehr oder weniger) auch ein Chat­bot über­nehmen kann.

Und zwar solche Kund*innen, die vorher auf Freelancer-Platt­formen nach schnellen und möglichst billigen Angeboten gesucht haben. Denen es egal ist, wer hinter dem Text steht und die den Text-Erstellenden eh nie kennen­gelernt haben, weil der Text relativ anonym vermittelt wurde.

Ich kann mir schon vorstellen, dass diese Menschen ihre Texte auch von einem anonymen Chat­bot erstellen lassen.

Allerdings gehören diese Kund*­innen oft zum Typ „nicht wert­schätzend“, daher muss man vielleicht nicht allzu traurig sein. ;)

Andererseits …

… bin ich fest davon überzeugt, dass es immer Kund*­innen geben wird, denen es wichtig ist, dass ihre Texte von einem Menschen geschrieben werden und nicht von einer KI.

Denen es wichtig ist, dass Persön­lich­keit und Humor in den Texten steckt. Die gerade bei Text­expert*innen anfragen, weil sie auch eine Beratung, ein Konzept und ihren Erfahrung wünschen. Die gerade dich wegen deiner Expertise und deinem persönlichen Stil wollen.

Was du wegen ChatGPT noch mehr beachten darfst

Weil es jetzt diese neue „Konkurrenz“ gibt und weil eben das Menschliche und Persön­liche die Gründe sind, warum man nicht zum Chatbot über­wechselt, gibt es aus meiner Sicht eine deutliche Schluss­folgerung:

Es wird umso wichtiger, dass du nicht mehr austauschbar bist. Dass du nicht eine anonyme „Nummer“ auf einer Freelancer-Platt­form bist, sondern dass du dich und deine Persönlich­keit zeigst. Dass du eine tolle Kund*innen­erfahrung kreierst, die deine Ziel­gruppe abholt und durch die sie sich gut beraten fühlen. Dass du eben mehr bietest als den reinen Text, und zwar eine Beratung und ein „Erlebnis“ drum­herum.

Es wird außer­dem immer wichtiger, den Nutzen deiner Leistung zu kommunizieren. Ein Nutzen, dich als Freelancerin statt einen Chat­bot zu beauftragen, ist der Faktor Zeit. Denn dem Chat­bot das zu entlocken, was man sich wünscht, den Text umzuschreiben und zu redigieren, all das kostet Zeit. Du hingegen lieferst einen fertigen Text.

Aber es gibt natürlich noch einige weitere Nutzen, die du in deiner Kommunikation klar heraus­stellen darfst.

Du darfst noch sichtbarer werden und dich durch dein Marketing zeigen. Dabei darfst du all deine Trümpfe aus­spielen, die eine KI nie haben wird: dass du eine Ansprech­partnerin und Empfehlungs­geberin bist für deine Kund*innen. Dass du ein Netz­werk hast und dass du deine Expertise und vor allem deine Erfahrungen mit in das Projekt bringst.

Zusammengefasst: ChatGPT und die Text­branche

Chatbots und Textroboter werden in Zukunft immer präsenter. Auch, wenn es Menschen geben wird, die ihre Texte lieber von einer künstlichen Intel­ligenz als von einem Menschen schreiben lassen, wird es auch immer die anderen geben: die, die Wert darauf legen, dass du sie bei ihrem Text unter­stützt.

Daher glaube ich nicht, dass die gesamte Text­branche jetzt in Gefahr ist.

Es gibt ja auch nach wie vor Designer*­innen trotz Canva, oder? ;)

Damit du von Kund*innen gefunden wirst, rate ich dir daher, sichtbar als Expertin zu werden und in deinem Marketing dich, deine Expertise und Persönlich­keit zu zeigen.

Außerdem empfehle ich dir: Mach dich ruhig mal mit dem Tool vertraut und teste es für dich aus. Es kann ja auch nicht schaden, wenn du ChatGPT nutzt, um dich inspirieren zu lassen. Oder einfach nur, um mitreden zu können.

 

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