Struktur im Business

Produktiv durch die Woche dank Timeboxing

3 Kommentare

Es war 2020 und ich als Lektorin völlig im Hustle-Modus. Kund*innen­projekte häuften sich und natürlich wollten die meisten Kund*innen ihre Aufträge am liebsten gestern zurück.

Gleichzeitig fing ich an, mich mit Business-Themen auseinander­zusetzen. Ich lernte, dass es wichtig ist, nicht nur für Kund*innen zu arbeiten, sondern auch an meinem eigenen Business.

Aber wie? Nein, lass mich berichtigen: aber wann? Denn es war offen­sichtlich: Ich hatte ein Zeitproblem.

Eine Zeit lang versuchte ich, früher auf­zustehen. So hatte ich vor den 8 Stunden, die ich für Kund*innen arbeite, noch 1 Stunde für mein Business.

Das war quasi mein erster Berührungs­punkt mit der Timeboxing-Methode. Lange hielt ich diese Regelung aber nicht durch, weil es einfach zu viel war. (Und ich einfach zu gern lange schlafe. 😅)

Am Timeboxing blieb ich allerdings dran und verfeinerte die Methode, sodass ich jetzt ein System habe, in dem ich alles locker unter einen Hut bringe. :)

Wie das ging? Was ist Time­boxing eigentlich genau? Und welche Vorteile hat es? Das verrate ich dir in diesem Artikel!

Möchtest du lieber die dazugehörige Podcast-Episode hören? Dann klicke hier.

Was ist Timeboxing?

Timeboxing ist eine Methode aus dem Zeit­manage­ment. Dabei unterteilst du deine Arbeits­woche in sogenannte Timeboxes, also Zeit­boxen bzw. Zeitslots.

Ein bisschen kannst du dir das wie einen Stunden­plan vorstellen. Quasi einen Stunden­plan für deine Business-Woche. :D

Den Timeboxes ordnest du dann Aufgaben zu, die du in deinem Business erledigen musst.

Es kann z. B. Time­boxes geben für

  • Kund*innenprojekte
  • Rechnungen schreiben und Buch­haltung
  • Content erstellen
  • Weiterbildung
  • oder Ähnliches

Wenn du dich an meine Situation von 2020 erinnerst: Da hatte ich am Anfang also eine kleine Time­box morgens für die Arbeit am Business und eine große für Kund*innenaufträge.

Also quasi so:

 

Wie ich aber oben geschrieben habe, hat das nicht lange funktioniert. Warum, erzähle ich dir jetzt:

Pro-Tipp: Timeboxing nach Bedürfnissen

Das Problem war, dass ich mir zu viel zugemutet habe. Zu wenig Pausen, zu wenig Abwechslung, zu frühes Auf­stehen. So hat Time­boxing keinen Spaß gemacht.

Mit der Zeit habe ich dann gemerkt, dass ich meine eigenen Bedürfnisse viel mehr berück­sichtigen muss.

Und so sehen aktuell meine Time­boxes aus: viel luftiger, groß­zügiger und so, dass es zu mir passt:

 

Daher finde ich es sehr wichtig, dass du dir nicht (m)einen Plan überstülpst. Sondern dich statt­dessen genau beobachtest, welches Timeboxing-Modell am besten zu dir passt.

Übrigens: Ich habe einen Selbstlern-Kurs entwickelt, mit dem du dir deinen Timeboxing-Wochen­plan selbst erarbeiten kannst. So, dass deine persönliche Situation und deine Bedürfnisse gut integriert werden und du produktiver arbeiten kannst. Hier erfährst du mehr über den Kurs.

3 Vorteile von Timeboxing

Kommen wir zu den Vorteilen von Timeboxing: Was ist eigentlich so gut daran? Warum schwört z. B. auch Bill Gates auf diese Methode?

1) Neue Prioritäten

Ein Vorteil liegt darin, dass du deine unterschied­lichen Aufgaben kennst und ihnen auch Priorität gibst.

Dinge, die du vorher zwischen Tür und Angel erledigt hast (wie z. B. einen Blogartikel schreiben), haben jetzt einen festen Platz in deinem Kalender. Und was in deinem Kalender steht, wird auch eher umgesetzt, als wenn es nur ganz unten auf deiner To-do-Liste vor sich hindümpelt.

Du verleihst dadurch nicht nur deinen Kund*innen­projekten Priorität, sondern auch der Arbeit an deinem Business. Warum die Arbeit am Business so wichtig ist, liest du in diesem Blogartikel.

2) Mehr Zeit

Außerdem bündelst du deine Aufgaben und erledigst sie zusammen innerhalb eines Zeit­blocks. Du schreibst also z. B. nicht 3-mal je 1 Rechnung pro Woche, sondern 1-mal am Stück 3 Rechnungen. Das geht insgesamt viel schneller, weil du einmal im Flow bist. Du sparst also sehr viel Zeit durch Timeboxing.

Möchtest du übrigens in 5 Minuten herausfinden, wie du noch mehr Zeit sparen kannst? Dann lade dir meine Check­liste für 0 € herunter: „25 Zeitspar-Potenziale für Soloselbstständige“

3) Mit mehr Flow durch die Woche

Wenn du deine Woche mit Time­boxes planst und diese auch nach deinen Bedürfnissen ausrichtest, kommst du mehr in deinen Flow. Damit meine ich, dass du insgesamt produktiver arbeitest, besser drauf bist und auch ausge­glichener bist.

Denn ein Wochenplan mit Time­boxes ist ja kein Stunden­plan, der dir jemand anderes vorgibt. Nein, du selbst entscheidest, wann du am besten welche Aufgaben erledigst und welche Energie du dafür hast.

Für wen eignet sich Timeboxing?

Kommen wir nun noch zu der Frage: Für wen eignet sich Timeboxing eigentlich?

Meiner Meinung nach vor allem für Selbst­ständige, die selbst über ihre Zeit bestimmen können bzw. sich das mehr wünschen.

Es eignet sich für dich außerdem, wenn du wieder­kehrende Aufgaben hast und Aufgaben, die sich gut bündeln lassen.

Das trifft auf viele Online-Dienst­leisterinnen zu, daher gehe ich davon aus, dass Time­boxing eine gute Option für dich wäre. 🙂

Fazit zur Timeboxing-Methode

Wie ich erzählt habe, stand ich damals vor der Herausforderung, alle Aufgaben in meiner Woche unter­zubringen. Heute kann ich nicht nur mit Kund*innen arbeiten, sondern habe auch genug Zeit, mein eigenes Business voran­zubringen.

Außerdem arbeite ich generell produktiver und brauche weniger Zeit für die Aufgaben, weil ich sie bündele und zusammen in einem Zeit­block bearbeite.

Zusätzlich bin ich im Flow und arbeite an To-dos, die meiner Energie ent­sprechend gut eingeteilt sind und mir daher leichter von der Hand gehen.

Klingt gut? Ist gut! Probier's mal aus! 🙂

 

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Wann immer du dazu bereit bist – hier sind 2 Wege, wie ich dich unterstützen kann:

    1. Du willst wissen, an welchen Stellen du in deinem Business noch Zeit sparen kannst? Dann lade dir meine Checkliste für 0 € herunter: 25 Zeitspar-Potenziale für Solo­selbstständige.

    2. Wünschst du dir auch einen Wochenplan mit Timeboxes? Dann arbeite meinen Selbstlern-Kurs „Build your Week – mehr Zeit, Fokus & Struktur durch Time­boxing“ durch und erarbeite dir unter meiner Anleitung einen Wochen­plan mit Time­boxes, durch die du all deine To-dos besser unter einen Hut bekommst.

Hi, ich bin Susanne Schaffer!

Als Struktur-Schafferin zeige ich dir, wie du deinen Business-Alltag struktu­rierst, damit du mehr geschafft kriegst und trotz­­dem entspan­nte Feier­­abende mit gutem Gewissen genießen kannst.

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Nina

Hej Susanne,

mal wieder ein Blogartikel, der einen Stups zum Nachdenken gibt – Danke :)

Ich arbeite – phasenweise; manchmal gibt es einfach Wochen mit Einthemaundsonstnix – schon länger mit Tagesplänen; die Richtung ist ähnlich. Bisher habe ich es aber nicht geschafft, meine Ideen für "Du planst dir regelmäßig Zeit für XYZ ein" in die Tat umzusetzen (z. B. immer freitags Arbeit an der Homepage). Vielleicht klappt es ja jetzt – der November ist gestopft voll, aber für den Dezember habe ich mir keine Kundenaufträge rangezogen, um mehr Zeit für "Sonstiges" zu haben. Ein erster Versuch einer Wochenplanung (oder Timeboxing) passt da wahrscheinlich gut rein. Ich schreibe "erster Versuch", weil man sich wohl – wie bei so Vielem – selbst ein bisschen Zeit geben sollte, das zu verfeinern, bis es wirklich passt ;) Da bin ich oft zu ungeduldig mit mir. "Klappt nicht direkt? Ah, da bin ich wohl zu doof zu!" *Miiiep*
Lange Rede, kurzer Sinn: Danke für den Denkanstoß und hab einen guten Tag!

P.S. Das mit dem Zeitmanagement nach eigenen Bedürfnissen funktioniert mit Kindern nur eingeschränkt. Der Schulbus fährt nun mal zu früh für meinen Biorhythmus ;-P Aber man kann ganz gut drum herum arbeiten. Zum Beispiel jetzt gerade, wo ich beide Kinder krank zu Hause habe, davon eins fit und quirlig, aber aufgrund Corona in Zwangsquarantäne. (Supi. Yay. #zwangsentspannt) Also: Genieße deine Zeitfreiheit *vor* den Kindern, damit Du die Zeit *mit* Kindern, wenn es denn so sein soll, dann auch genießen kannst :)

Liebe Grüße
Nina

P. P. S. Ist die Vierfach-Alliteration in Deinem Businessnamen eigentlich Absicht?

 

Antwort von Susanne Schaffer

 

Hallo Nina,

sehr gerne!

Und genau: Das darf man immer weiter optimieren, bis es optimal passt. :)

Guter Punkt mit dem Schulbus. Deshalb gehe ich im Workshop nächste Woche auch so vor, dass wir erst schauen, welche Verpflichtungen es gibt, wo du nicht arbeiten kannst. Wenn wir dann die realistischen Arbeitszeiten haben, schauen wir dann, wie es in dieser Zeit gut für dich verteilt ist nach deinen Bedürfnissen.

Wenn du magst, stoß gerne zu uns! Aktuell sind eine virtuelle Assistentin und zwei Texterinnen am Start. Der Austausch wird sehr hilfreich. :)

Liebe Grüße
Susanne

PS: Sagen wir mal so: Es war ein zusätzlicher Anreiz, das so auszuwählen. :D

 

E
Elke

Liebe Susanne,
ein toller Artikel - und eine tolle Methode. Ich arbeite inzwischen auch so ähnlich, meist mit festen Aufgaben an festen Tagen. Das hilft mir, auch wirklich diszipliniert bei der Sache zu bleiben und den Überblick zu behalten.
Mit welchem Tool hast du denn deinen "Stundenplan" gemacht? Der sieht ja richtig klasse aus!
Liebe Grüße
Elke

 

Antwort von Susanne Schaffer

Liebe Elke,

danke dir! :)

Super, dass du auch damit arbeitest und es den gewünschten Effekt hat.

Ich arbeite da mit dem Google-Kalender. :)

Viele Grüße
Susanne

BS
Birgit Schultz

Hallo Susanne,

ich kann Deine Beschreibungen nur bestätigen. Wie bereits in der Facebook-Gruppe beschrieben arbeite ich seit vielen Jahren mit Timeboxes und komme prima damit klar. Mir verschaffen die Boxen Freiräume - andere fühlen sich vielleicht davon eingeengt. Das System auszuprobieren lohnt sich meiner Meinung nach auf jeden Fall.

✨ Zauberhafte Grüße
Birgit

 

Antwort von Susanne Schaffer

 

Hallo Birgit,

danke, dass du deine Erfahrungen mit mir teilst!
Und schön, dass dir Timeboxes auch diese Freiräume verschaffen.
Echt ein super Tool. :)

Herzliche Grüße
Susanne