Rund ums Lektorat

Warum Texte korrigieren lassen? Beispiel meiner Kundin Maria Horschig

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Meine Kundin Maria Horschig ist als Texterin spezialisiert auf Copywriting und sie ist Coach für Website-Texte. Bevor sie die Website-Texte an ihre Kunden verschickt, lässt sie ihre Texte von mir korrigieren. Warum sie das macht und wie unsere Zusammen­arbeit abläuft, schildere ich in dieser Fallstudie.

Warum sind Maria korrekte Texte wichtig?

Texterin Maria ist erfolgreich in dem, was sie tut, und ihre Kunden zahlen angemes­sene Preise für ihre Texte. Daher erwarten Marias Kunden, dass die Texte nicht nur so geschrieben sind, dass sie Kunden anziehen, sondern auch, dass sie fehler­frei sind. Aber auch sie selbst erwartet das von sich: Sind Recht­schreib­fehler im Text, hat sie die Sorge, unprofes­sionell zu wirken.

Maria erzählte mir im Interview:

„Mir ist das einfach super­peinlich, wenn in meinen Sachen Fehler drin sind. Denn die Leute erwarten von mir als Texterin, dass der Text fehler­frei ist. Dass sie den Text danach nicht noch Korrektur lesen müssen. Bei mir schmälert das die Glaub­würdig­keit. Denn was macht das denn für einen Eindruck, wenn eine Texterin Fehler in ihren Texten hat.“

Sie möchte ihren Kunden also einerseits einen guten Service bieten, dass der Text direkt bereit zum Veröffent­lichen ist. Andererseits will sie demonstrieren, dass sie eine qualitativ hoch­wertige Arbeit abliefert.

Marias Situation vor unserer Zusammen­arbeit

Warum lagert aber eine Expertin für die richtigen Worte, die selbst Recht­schreibung & Co. gut beherrscht, das finale Korrektur­lesen an mich als Lektorin aus und möchte ihre Texte von mir korrigieren lassen?

Denn Maria ist gut in Recht­schreibung. Sehr gut sogar.

Nichtsdestotrotz finde ich in jedem ihrer Texte noch letzte Fehler. Einfach aus dem Grund, dass wir in eigenen Texten unsere Fehler schnell über­sehen (auch ich!). Woran das liegt, kannst du in meinem Artikel 5 Gründe, warum du bei deinen Texten Tomaten auf den Augen hast nachlesen.

Vor unserer Zusammen­arbeit hat Maria ihre Texte eine lange Zeit noch selbst überprüft. Sowohl die Texte, die sie für ihr Business schreibt, als auch ihre Kundentexte.

Eigene Texte korrigieren lassen

Über das Korrektur­lesen ihrer eigenen Texte erzählte sie mir:

„Ich habe es so bereut, dass ich den Headline-Report nicht ausgelagert habe, denn es hat Stunden gedauert und selbst jetzt habe ich immer noch das Gefühl: Oh mein Gott, hoffentlich sind keine Fehler drin. Und ich habe den Text dreimal Korrektur gelesen. In der Zeit hätte ich so viele andere Sachen machen können!“

Maria kostete das Überprüfen ihrer Texte also viel Zeit und sie war sich trotzdem unsicher, ob sie Fehler über­sehen hat. Das geht nicht nur ihr so, auch meine anderen Kunden berichten das vor unserer Zusammenarbeit.

Das ging so weit, dass sie sich teilweise davor gedrückt hat, eigene Texte zu veröf­fentlichen. Sie schilderte mir:

„Ich habe gemerkt: Ich brauche jetzt einen Lektor. Denn ich hatte fest­gestellt, dass ich mich vor dem Veröf­fent­lichen meiner Texte drücke. Ich habe genau hingeguckt, an welcher Stelle ich das aufschiebe. Und es war immer das Korrekturlesen.“

Kundentexte korrigieren lassen

Aber auch bei ihren Kunden­texten hat Maria früher alles alleine gemacht: Sie hat die Website-Texte für ihre Kunden konzeptioniert, geschrieben und korrigiert.

Neben Zeit und Energie, die sie das abschließende Über­prüfen ihrer Texte gekostet hat, hat sie eine Sache bei sich entdeckt: Sie war sich vor dem Verschicken ihrer Kunden­texte unsicher, ob sie doch noch Fehler übersehen hat.

Und ganz ehrlich? Ihre Lieblings­beschäftigung war das Korrektur­lesen nie. Ihre Leiden­schaft ist das Coachen, Konzeptionieren und das Schreiben. Nicht Komma­regeln & Co. zu recherchieren.

Was Maria sich statt­dessen gewünscht hat

Zeit, Unbesorgtheit und Sicherheit. Das waren die drei größten Wünsche, die Maria vor unserer Zusammen­arbeit hatte. Da Maria gut ausgebucht war, stellte sie sich ihre Zeit­ersparnis so vor:

„Dass ich die Korrekturen nur noch kurz annehmen muss und den Text innerhalb kürzester Zeit an meinen Kunden schicken kann.“

Außerdem war ihr wichtig, dass „noch mal jemand mit einem frischen Blick drauf­schaut“, da vier Augen einfach mehr sehen als zwei – auch was die Verständ­lich­keit betrifft.

Wie unsere Zusammen­arbeit ablief

So startete dann also unsere Zusammenarbeit. Was ich in ihren Texten anpassen durfte, zeige ich dir jetzt:

Rechtschreibung & Co.

Die Verbesserungen, die ich beim Korrektur­lesen vornehme, kannst du dir ein wenig wie das Würzen beim Kochen vorstellen:

Mal füge ich einzelne fehlende Buch­staben hinzu:

  • wie ein „r“ in:
  • „Bereich auf de Startseite“

Mal ganze Wörter:

  • wie das „Sie“ in:
  • „Allerdings nur dann, wenn __ Ihren Antrag vor der Auf­nahme Ihrer Tätig­keit einreichen“

Buchstaben und Wörter werden schnell mal vergessen, wenn Ideen vom Kopf aufs Papier sprudeln. :)

Andere Male wollten aber auch Kommas entfernt oder richtige Anführungs­zeichen gesetzt werden.

Außerdem vereinheitliche ich Schreib­weisen. Diese halte ich dann in einer Wording­liste, die ich als Bonus für meine Texter-Kunden erstelle, fest. So auch in einem Kunden­projekt für Maria:

Statt abwechselnd „Computeranlage“ und „Computer-Anlage“ zu schreiben, habe ich mich für Ersteres entschieden, es im gesamten Text verein­heitlicht und diese Schreib­weise anschlie­ßend in der Wording­liste notiert.

Formulierungsvorschläge

Texter sind selbst Sprach­profis und können selbst treffend formulieren. Ihr Stil ist es, für den ihre Kunden sie buchen und der sie einzig­artig macht.

Daher halte ich mich hier bei unserer Zusammen­arbeit zurück. Meine Texter-Kunden sind in unserer Zusammen­arbeit Experte für Konzept und Stil und ich für den Feinschliff.

Wenn mir doch mal etwas auffällt, verändere ich es nicht einfach, sondern ich kom­men­tiere Formulie­rungs­vorschläge am Rand. Sodass meine Kunden selbst ent­scheiden können, ob sie meinen Vorschlag annehmen oder nicht.

Hier sind zwei Beispiele:

 

Mitdenken

Beim Lektorat konzentriere ich mich nicht nur auf Kommas und schalte den Kopf ansonsten aus, sondern ich denke mit und versetze mich in den Leser hinein. Genau dafür schätzen mich meine Kunden.

So auch bei diesem Auftrag von Maria:

Texte korrigieren lassen und den Kopf frei haben für andere Dinge – Marias Situation nach unserer Zusammenarbeit

Wie geht es Maria, nachdem sie meine lektorierten Texte zurück­erhalten hat? Lies selbst, das sind die E-Mails, die sie mir nach den gemeinsamen Projekten jeweils geschrieben hat:

  • „Und wieder kann ich mich einfach nur bei dir bedanken für dein groß­artiges Lektorat. Es waren wieder sehr gute Impulse dabei, insbesondere da, wo du etwas nicht auf Anhieb erfassen konntest.“

  • „Deine Korrekturen waren wie immer Gold wert und haben mir so ein beruhigendes Gefühl gegeben, insbeson­dere jetzt beim Flyer, der nicht so einfach geändert werden kann.“

  • „Vielen Dank für deine Arbeit! Dein scharfes Auge, großartig. Und auch deine Fragen haben mir sehr geholfen!“

  • „Super, danke dir! Hab die Korrekturen direkt einge­arbeitet, jetzt kann der Kurs endlich raus in die Welt :)“

  • „Vielen Dank und klasse, dass es so schnell ging. Vor allem vielen Dank für die vielen Formulie­rungs­vorschläge. Man sieht dann doch, wie viel steife Formulie­rungen noch drin gewesen sind :)“

  • „Super, ich danke dir! Da waren ja wirklich noch einige Unauf­merk­sam­keiten von mir drin. Ich kann es nur immer wieder­holen ;) Bin ich froh, dass ich den Kopf frei habe dank dir :)“

Jedes Mal aufs Neue freue ich mich wie ein Schnee­könig, wenn ich sie mit meiner Arbeit so gut unter­stützen kann.

Denn was meine Korrekturen bewirken, ist viel mehr als ein fehlerfreier Text.

In Wirklichkeit geht es darum:

  • Maria kann ihren Wert gegenüber ihren Kunden verdeut­lichen, indem sie korrekte Texte verschickt. Sie wirkt dadurch noch profes­sioneller.

  • Wenn sie ihre Texte korrigieren lässt, spart sie Zeit und kann sich in der Zwischen­zeit auf neue Kunden­projekte stürzen und sich mit Konzept auseinander­setzen, statt sich mit Kommas zu langweilen.

  • Beim Verschicken ihrer Texte hat sie ein beruhigtes Gefühl und Sicherheit.

  • Sie muss sich einfach keinen Kopf mehr darum machen.

Zusammenfassung

Warum lassen Texter ihre Texte von mir korrigieren, obwohl sie selbst Sprach­profis sind? Am Beispiel von Maria Horschig konnten wir das gut sehen:

Erfolgreiche Texter möchten fehler­freie Texte verschicken, weil sie ihre Profes­sionalität demon­strieren möchten. Selbst überprüfen sie ihre Texte jedoch ungern, weil es sie Zeit kostet, nicht ihre Lieblings­beschäf­tigung ist und sie doch immer noch Fehler über­sehen. Die Betriebs­blind­heit lässt grüßen.

So kommt es, dass sie ihre Texte von mir korrigieren lassen. Durch unsere Zusammen­arbeit können sie sicher sein, dass in ihren Kunden­texten keine groben Schnitzer mehr lauern und sie bei ihren Kunden einen profes­sionellen Eindruck hinterlassen. Außerdem können sie sich aufs nächste Projekt konzen­trieren, während ich mich mit dem Fein­schliff des fertigen Textes beschäftige.

Win-win!

 

Hallo, ich bin Susanne Schaffer. Ich unter­stütze Dienst­leiste­rinnen und Berate­rinnen dabei, als Expertin wahr­genom­men zu werden, zeitlich unab­hängiger zu werden und wert­schätzende Lieblings­kunden anzu­ziehen – für eine souve­räne Selbst­ständig­keit.

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