Rund um Rechtschreibung

Das Auto und die Rechtschreibung

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Mein Freund bastelt gerne an Autos. Für sein neues Projekt wollte er ein kaputtes Auto kaufen, um es auseinander­zuschneiden. (Frag mich nicht, wie er das macht ...)
 
Er fand auf einer Online-Verkaufsplattform das passende Auto, guckte hoffnungsvoll die Bilder an, las interessiert den Text – und stockte. Er verstand nämlich kaum etwas. Der Grund?
  • Es wurde gefühlt kein einziges Komma gesetzt,
  • alle Wörter waren kleingeschrieben,
  • Schlusspunkte fehlten
  • und auch sonst wurde kein Wert auf richtige Recht­schreibung gelegt.
Wir merkten, dass der Text sehr schnell geschrieben wurde und sich der Verkäufer keine Mühe gegeben hatte.
 
Aber gut, das Auto war nun mal das richtige (zumindest aus der Sicht meines Freundes :D), also schrieb er den Verkäufer an: „Sehr geehrter Herr Xy ...“ Die Antworten des Verkäufers waren ähnlich lieblos wie der Verkaufstext, auf Höflichkeits­formeln wurde z. B. gänzlich verzichtet.
 
Dann die große Enttäuschung: Einen Abend, bevor der Handel stattfinden sollte, verschob der Verkäufer den Termin. Mein Freund hatte bereits beim Anhänger­verleih einen Anhänger reserviert und ärgerte sich doppelt, dass er die Buchung stornieren musste.
 
Als er mir das erzählte, war ich nicht überrascht.
 
So, wie der Verkäufer kommuniziert hatte, mit vielen Rechtschreib­fehlern und Co, vermittelte er, dass
  • er sich keine Mühe gibt,
  • die Sache nicht ernst nimmt
  • und unzuverlässig ist.
Und so war dem schließlich auch – der Verkauf kam nicht zustande, auch erneutes Nachfragen brachte kein Ergebnis. Aus „Termin verschieben“ wurde „nie wieder melden“.
 
Wäre es in einem anderen Kontext um eine Dienst­leistung gegangen und nicht um ein kaputtes Auto, hätte mein Freund vermutlich direkt die Finger davon gelassen. Selbst wenn der Dienst­leister gute Arbeit geleistet hätte, wäre eine Zusammen­arbeit vom Kunden aus nicht zustande gekommen. Und das nur wegen eines fehlerhaften Textes.
 
Denn umgekehrt helfen fehlerfreie Texte, die Annahme über einen fremden Menschen positiv zu stützen. Texte, in denen die Kommas sitzen und auch sonst alles stimmt,
  • dienen als positives Aushängeschild,
  • zeigen, dass sich jemand (für den Kunden) Mühe gibt und nicht ober­flächlich arbeitet,
  • und zeugen von Professionalität.

Kunden schließen von einem guten Text positiv auf den Inhalt bzw. auf die generelle Arbeitsweise. Weitere positive Auswirkungen von guter Recht­schreibung erfährst du in diesem Blogartikel.

Daher lohnt sich die intensive Auseinander­setzung mit einem Text vor der Veröffentlichung. :) Du zeigst damit deinen Kunden, dass du es ernst meinst.

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Hallo, ich bin Susanne Schaffer. Ich unter­stütze Dienst­leiste­rinnen und Berate­rinnen dabei, als Expertin wahr­genom­men zu werden, zeitlich unab­hängiger zu werden und wert­schätzende Lieblings­kunden anzu­ziehen – für eine souve­räne Selbst­ständig­keit.

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