Durchhaltevermögen im Business: Warum es sich lohnt, dranzubleiben

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Neulich habe ich zum Frühstück Pfann­kuchen gemacht:


Lecker! Jaa … aber: Bis ich endlich einen Pfann­kuchen hatte, der so aussah, vergingen knappe 2 Stunden. Die Elektro-Herd­platte, auf der ich in der Über­gangs­wohnung hier zurzeit koche, wollte einfach nicht so wie ich. Und so kämpfte ich mit labbrigem Kaiser­schmarrn, angebrannten Teig­fetzen, schwarzen Pfann­kuchen und hart­näckigen Resten in der Pfanne:

Warum erzähle ich dir das?

Weil dieser Koch-Akt mir mal wieder gezeigt hat, dass sich Dran­bleiben lohnt. Und es oft nötig ist, um tolle Ergeb­nisse zu bekommen. Denn nach 2 Stunden hatte ich ein leckeres Früh­stück, mein Mann hat sich über die Hoch­zeits­tags­über­raschung gefreut und auch der Kaiser­schmarrn war mit viel Apfel­mus genießbar. ;)

Nicht nur beim Kochen lohnt sich Dran­bleiben, sondern auch im Business. So ist das Durch­halte­vermögen im Business meiner Meinung nach eine der wichtigsten Eigen­schaften für Selbst­ständige.

Daher erfährst du in diesem Artikel, was du erreichen kannst, wenn du dran­bleibst, und 7 Tipps, wie dir das besser gelingt.

Möchtest du lieber die dazugehörige Podcast-Episode anhören? Dann klicke hier.

Doch lieber lesen? Na, dann los!

Wofür du Durch­halte­vermögen im Business brauchst

Im Business backen wir keine Pfann­kuchen (es sei denn, du hast dich als Köchin selbst­ständig gemacht), sondern machen andere Dinge, an denen wir dran­bleiben sollten.

Das sind Dinge wie an deinem Business arbeiten oder Marketing machen. Durch­halte­vermögen ist vor allem beim Marketing wichtig, da man nicht immer sofort Ergebnisse sieht. 10 Kund*­innen nach 1 Blogartikel? Eher selten! Daher ist es wichtig, dass du dranbleibst und regel­mäßig Blog­artikel veröffent­lichst, die dann von deinen potenziellen Kund*­innen bei Google gefunden werden können.

Durchhalte­vermögen ist aber nicht nur bei Business-Unter­kategorien wie Marketing wichtig, sondern auch fürs Business generell: Zurzeit ist – würde ich behaupten – in vielen Branchen Rezession angesagt. Die fetten Online-Jahre von Corona sind vorbei: Einer­seits, weil sich viele Menschen wieder offline treffen, weiter­bilden etc., und anderer­seits, weil es mittler­weile mehr Anbieter*­innen am Markt gibt.

Zeiten, in denen „6-stellig in 6 Wochen“-Versprechen immer unrea­listischer werden, sind auch Zeiten, in denen sich die Spreu vom Weizen trennt: Wo die gewinnen, die ihr Business ernst meinen, Biss haben und dran­bleiben. Und nicht die, die plötzlich auftauchen, einem das Blaue vom Himmel versprechen und schneller weg sind, als du „Durch­halte­ver...“ sagen kannst.

3 Gründe, warum sich Dran­bleiben im Business lohnt

Okay, jetzt haben wir gesehen, dass Durch­halte­vermögen wichtig ist. Aber ich verstehe dich, wenn du dir denkst: Puh, das klingt ja anstren­gend … Und ja, das ist es. Aber es lohnt sich! Warum? Aus diesen 3 Gründen:

1) Du wirst besser

Wenn du an Dingen dran­bleibst und sie regel­mäßig machst, wirst du darin besser. Es heißt nicht umsonst: „Übung macht den Meister“. Als ich im Januar mit meinem Podcast gestartet habe, war der alles andere als perfekt. Indem ich aber regel­mäßig jede Woche eine Episode veröffent­licht habe, konnte ich üben und mich verbessern.

Auch der Erfinder der Glüh­birne, Thomas Edison, hat nicht beim 1. Versuch die Glüh­birne erfunden. Ihm wird das Zitat zugeschrieben: „Ich habe nicht versagt. Ich habe nur 10.000 Wege gefunden, wie es nicht funktioniert.“ Hätte er direkt aufge­geben, könnten wir jetzt abends bei Dunkelheit vielleicht keine Bücher lesen, wer weiß.

Wenn du z. B. einen Blog startest oder mit einem News­letter anfängst, wirst auch du am Anfang auch nicht gleich das volle Potenzial aus­schöpfen können. Denn da gibt es doch gleich noch so einen schönen Spruch: „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“. ;) Daher: Wenn du es einfach trotzdem machst und regelmäßig übst, wirst du das neue Medium schnell beherr­schen und besser darin.

2) Du baust Vertrauen auf

Regelmäßigkeit schafft Vertrauen! Als ich noch als Korrektorin ange­stellt war, ging ich immer zu Fuß zur Arbeit. Zu 90 % traf ich auf dem Arbeits­weg einen älteren Herrn, der zu dieser Zeit mit seinem Hund spazieren ging. Am Anfang nahm ich ihn gar nicht wahr, bis mir diese Regel­mäßig­keit auffiel. Schließlich grüßte man sich und irgend­wann tauschte man zusätzlich ein kurzes Lächeln aus.

Ähnlich ist es in deinem Business: Wenn du regel­mäßig sicht­bar wirst, regelmäßig Marketing machst, werden das deine potenziellen Kund*­innen merken. Sie merken, dass du das Ganze profes­sionell angehst und dass du vertrauens­würdig bist.

Daher: Dranbleiben führt dazu, dass du als stetig, verläss­lich und vertrauens­würdig wahr­ge­nommen wirst. Super, oder?

3) Du ermöglichst exponentielles Wachs­tum

Im Business ist es oft so, dass du nicht bei jedem einzelnen deiner Moves direkt Erfolg siehst. Wie ich oben schon sagte: Durch einen einzigen Blog­artikel werden dir die Leute nicht gleich die Bude einrennen.

Es bedarf vieler Blogartikel, vieler Postings, vieler Newsletter. Kurz: vieler Berührungs­punkte zwischen dir und deiner Ziel­gruppe, bis sich ein Momentum aufbaut und du bekannt für dein Thema wirst.

Ähnlich ist es zurzeit bei unserem Haus, das wir kern­sanieren: 1 Jahr lang habe ich (ehrlich gesagt) nicht so viele Fort­schritte gesehen. Im Gegen­teil: Lange Zeit wurde nur ab- und raus­gerissen: Wände, Dach­dämmung, Estrich.

Jetzt, 1 Jahr später, nach vielen Stunden auf der Baustelle, geht es exponentiell vorwärts: Ganze Wände entstehen, die Bad­installa­tionen fangen an und letztens war schon mal ein Fliesen­leger zum Anschauen da. Das ist jetzt aber nur dadurch möglich, dass wir im Winter stunden­lang die Dach­dämmung abgedichtet haben und jetzt die Basis steht, dass wir wieder aufbauen können. 11 Dinge, die du von meiner Haus­baustelle für dein Business lernen kannst, erfährst du hier.

Genug der Vorteile, jetzt red Tacheles, Susanne. Wie kann ich es schaffen, mehr dran­zu­bleiben im Business und Dinge regel­mäßiger zu machen? Ich will gleich endlich anfangen!

Gut, gut, hier kommen schon meine 7 Tipps:

7 Tipps, wie du leichter dran­bleibst im Business

1) Kenne dein Ziel

Als Allererstes finde ich es wichtig, dass du dein Ziel, dein Warum, deine Vision kennst. Denn wenn du weißt, wofür du das Ganze machst, ist es einfacher, auch mal die Zähne zusammen­zubeißen und durch­zuhalten.

Das erwähne ich auch in meinem Blogartikel in dem ich dir meine Story von der Tierarzt­praktikantin zur Struktur-Schafferin schildere: Es gab 2 Studien­gänge, die ich abgebrochen, die ich eben nicht durch­gezogen habe. Nicht, weil das nicht möglich gewesen wäre. Nein, sondern weil das Ziel gefehlt hat. Wenn ich keine Lehrerin mehr werden will, warum sollte ich das Lehramts­studium beenden? Dann lieber zur „normalen“ Germanistik wechseln.

Du siehst: Ich finde nicht, dass man alles ohne Sinn und Verstand durch­ziehen soll, Hauptsache man hat es durch­gezogen. Es geht darum, die Dinge durch­zuziehen, die sich lohnen und die dich an dein Ziel bringen. Die eben auf deine Vision von einem glücklichen und erfolg­reichen Leben einzahlen.

Was ist dein Ziel?

2) Tausche dich mit Gleich­gesinnten aus

Was mir unheimlich beim Dranbleiben hilft, ist meine Mastermind-Gruppe. Wir sind eine kleine Gruppe von Selbst­ständigen, die sich montag­morgens treffen und gemeinsam in die Woche starten und aus­tauschen: Was läuft gut? Was sind die Pläne? Habe ich sie letzte Woche umge­setzt? Könnt ihr mir mal einen Rat geben?

All das bekommst du, wenn du dich entweder mit einer Gruppe oder mit einer einzelnen Person zusammen­tust und dich regel­mäßig austauschst.

3) Investiere in Unterstützung

Den Rat und das „Cheer­leading“ kannst du in einer Gruppe bekommen, die du z. B. selbst organisierst. Oder du investierst in bezahlte Mastermind-Gruppen, Gruppen­programme, 1:1-Coachings oder -Mentorings.

Einerseits hilft dir die Investition dabei, auch wirklich umzu­setzen, denn du hast ja bares Geld dafür bezahlt. Andererseits hilft dir aber natürlich der Coach oder die Mentorin, die dich an die Hand nimmt und auf deinem Weg begleitet.

Wenn du dir meine Unter­stützung dabei wünschst, lass uns gerne unverbindlich im Strategie­lerngespräch sprechen. Hier kannst du dir einen Termin buchen.

4) Halte dich an eine Strategie

Wichtig fürs regelmäßige Umsetzen ist, dass du dir deine Strategie(n) zurecht­legst und diese verfolgst, auch wenn du nicht sofort Früchte erntest. Eine Strategie, die nicht jede Woche neu über den Haufen geworfen wird.

Wenn du weißt, aus welchen Gründen du eine Strategie gewählt hast, weißt du auch im Kleinen, dass es sich jetzt lohnt, weiter­zumachen: noch ein Posting zu veröffent­lichen, noch ein Video zu drehen etc.

5) Strukturiere deinen Arbeits­alltag

Ähnlich wie du eine Strategie jede Woche neu über­denken kannst, kannst du auch jeden Morgen an deinem Schreib­tisch sitzen und dich erneut fragen: Was soll ich heute machen?

Das jeden Tag neu zu entscheiden, kostet Energie. Energie, die du direkt ins Umsetzen stecken könntest. Daher empfehle ich dir, deinen Arbeits­alltag so mit Time­boxes, also Zeit­fenstern zu strukturieren, dass du z. B. weißt: Ah, heute ist mein Marketing­tag! Jetzt skripte ich mein neues Video!

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, lege ich dir den Erfahrungs­bericht der Texterin Céline Tüyeni in meinem Podcast ans Herz, in dem sie berichtet, was sich bei ihr durch eine Wochen­planung mit Time­boxes alles verändert hat.

Und wenn du direkt deinen eigenen Wochen­plan erarbeiten möchtest, empfehle ich dir meinen 3-stündigen Selbstlern­kurs „Build your Week“.

6) Feiere deinen Fortschritt

Eine Sache finde ich wichtig, die oft vergessen wird: sich selbst für seine Erfolge und Fort­schritte zu feiern (und seien sie noch so klein)!

Erkenne an, was du den ganzen Tag tust! Reflektiere, was gut läuft und wo du Verbes­serungen siehst. Und dann schätze dich dafür wert – denn kein anderer wird es tun (es sei denn, du bist in einer Mastermind-Gruppe oder in einem bezahlten Programm ;)).

7) Tu dir etwas Gutes

Hand in Hand mit dem vorherigen Punkt geht mein siebter und letzter Tipp, wie du besser durch­hältst im Business: Lass es dir gutgehen, indem du …

  • dir Pausen und Abstand gönnst, auch (und vor allem dann) wenn es mal nicht so gut läuft,
  • dich für deine Fortschritte belohnst,
  • deinen Arbeits­tag so gestaltest, dass dir die Arbeit Spaß macht.

Denn du bist die wichtigste Ressource in deinem Business – wenn es dir nicht gut geht, gibt es in den meisten Fällen auch kein Business.

Daher kümmere dich gut um dich! Nicht immer durch­hustlen, sondern Produktivität und Pause so ausbalancieren, dass du eben auf lange Sicht durch­hältst. Es bringt nichts, wenn du jetzt 2 Jahre Vollgas gibst, danach aber im Burn-out landest.

Denke also langfristig und sorge dafür, dass du dein Business auch auf lange Sicht betreiben kannst. Konkret heißt das:

  • Not to do: Du möchtest 4-mal pro Woche posten, kriegst es aber einfach nicht unter­gebracht, stresst dich und hörst nach 3 Wochen genervt wieder auf.

  • To do: Poste 2-mal pro Woche, dafür entspannter und vor allem auf lange Sicht und regel­mäßig! Da ist allen Beteiligten geholfen: dir und deiner Community, die kontinuierlich von dir mit wert­vollem Mehrwert versorgt wird.

Fazit

Dranbleiben im Business. So einfach gesagt und doch eine der schwierigsten Sachen, die dir als Unternehmerin begegnet. Ich hoffe, dass dieser Artikel dazu beigetragen hat, dass du motiviert die Dinge angehst und auch durchziehst! :)

 

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Hi, ich bin Susanne Schaffer!

Als Struktur-Schafferin zeige ich dir, wie du deinen Business-Alltag struktu­rierst, damit du mehr geschafft kriegst und trotz­­dem entspan­nte Feier­­abende mit gutem Gewissen genießen kannst.

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