Tipps für deinen Marketingtext

Was du von meiner Steuerberatersuche für deine Website-Texte lernen kannst – Teil 1

2 Kommentare

Seit dem 01.01.2021 bin ich keine Klein­unter­nehmerin mehr (juhu!). Das heißt, dass ich seitdem die Umsatz­steuer auf meinen Rechnungen ausweisen muss. Außerdem bedeutet das Umsatz­steuer­voranmeldungen und Co.

Da ich wenig Kapazität habe, mich in die Thematik einzuarbeiten – meine Zeit nutze ich lieber für Kunden­texte –, habe ich beschlossen, die Steuer­angelegen­heiten und auch die Steuer­erklärung von nun an auszulagern.

Meine Suche nach einem Steuer­berater

Also war ich im Dezember auf der Suche nach einem Steuer­berater. Davon möchte ich dir heute erzählen, da du daraus bestimmt den ein oder anderen Punkt für deine Website-Texte mitnehmen kannst.

In meine engere Auswahl kamen Steuer­berater Schmitz und Meyer. Beide riefen mich an, nachdem ich sie per E-Mail kontaktiert hatte. Was ich in den zwei Telefonaten erlebt habe, hätte gegen­sätzlicher nicht sein können:

  • Positives Beispiel: Nach dem ersten Telefonat mit Herrn Schmitz war ich positiv gestimmt und gewillt, zu kaufen. Davon berichte ich in diesem Blog­artikel.
  • Negativ-Beispiel: Und nach dem anderen Telefonat mit Herrn Meyer? Da war ich fassungs­los – das erzähle ich dir in diesem Blogartikel.

In beiden Telefonaten habe ich einige Marketing-Aspekte – sowohl im positiven als auch im negativen Sinne – erkennen können. Deshalb lasse ich dich daran teilhaben: Denn von beiden kannst du lernen und es auf deine Texte (vor allem auf deine Website-Texte) übertragen.

Kurz zwei Infos vorab: Die Namen der Steuer­berater habe ich selbst­verständlich geändert. Die Zitate, die ich anbringe, gebe ich größtenteils sinn­gemäß wieder, schließlich habe ich mir beim Telefonieren nur Notizen gemacht und nicht Wort für Wort mit­geschrieben. ;) Aber manche Sätze waren so einprägend, dass sie schon sehr nah am Wort­laut gehalten sind.

Also, legen wir los:

Mit gutem Beispiel voran: Steuer­berater Schmitz

Einstieg

Der Einstieg ins Telefonat mit Herrn Schmitz war sehr nett und ging leicht von der Hand. Denn er hatte sich über mich informiert. Er sagte: „Das ist ja interessant, was Sie machen. Ich habe mir Ihre Website angeschaut und finde Ihren Beruf sehr spannend.“ Er signalisierte mir damit, dass er Interesse an mir als potenzieller Mandantin hat. Kam das bei mir gut an? Na klar.

Wenn du dein Angebot mit deinen Website-Texten verkaufen möchtest, heißt das:

Kenne deine Zielgruppe! Kenne ihre Wünsche, Heraus­forderungen und Probleme. Und nenne sie, damit sich deine Leser angesprochen fühlen und dir genauer zuhören. Denn wenn du die Probleme deiner Kunden gut kennst, kannst du sie bestimmt auch lösen, so die Annahme.

Leistungsangebot

Nach dem kurzen Kennen­lernen ging es in unserem Gespräch um die Leistungen, die er mir anbieten kann. Er zählte sie auf: „Wir bieten Ihnen Leistung A, B und C. Das heißt, Sie können das alles auslagern und sparen Zeit.“

Somit war ich informiert und kannte gleichzeitig den Nutzen. Will ich haben! Ich habe keine Zeit, mich in Umsatz­steuer­voranmeldung und Co. einzuarbeiten.

Was du für die Leistungs­seite deiner Website daraus mitnehmen kannst:

Nenne ein glasklares Angebot, wenn du mit deinem Text verkaufen möchtest. Nicht nur das Oberthema, sondern konkrete Leistungen, die es bei dir zu kaufen gibt. Idealerweise bündelst du sie noch in Pakete. Und, noch wichtiger: Verdeutliche den Nutzen, den dein Kunde davon hat. Das erhöht den Wert deiner Leistung und macht sie gleich viel attraktiver.

Wie in meinem Fall: Ich war als „Käuferin“ bereits zu diesem Zeitpunkt sehr angetan.

Ablauf

Anschließend fragte ich, wie die Zusammen­arbeit denn abläuft. Er erzählte es mir, ohne komplizierte Fach­wörter zu verwenden. Außerdem zählte er eins und eins zusammen und schlug vor: „Da ich von Ihnen den Eindruck habe, dass Sie online gut zurecht­kommen, machen wir alles digital.“ Er nannte mir noch zwei Vorteile, die diese Vorgehens­weise mit sich bringt.

Das kam mir sehr entgegen: Der Ablauf war klar beschrieben und die weiteren Vorteile (auch, dass er sie als solche betitelt hat) klangen äußerst attraktiv.

Für deine Leistungs- oder FAQ-Seite bedeutet das:

Beschreibe ebenfalls den Ablauf der Zusammen­arbeit sowie deine Vorgehens­weise / deine Systeme. So weiß dein potenzieller Kunde direkt, ob er damit zurecht­kommt oder nicht. Wenn nicht, ersparst du dir so verärgerte Kunden. Außerdem zeigt es, dass du eine Struktur hast, an die du dich hältst. Und Strukturen sehen Kunden gerne, schließlich wollen sie es mit Experten zu tun haben.

Preis

Nachdem mir bis dahin alles gut gefiel, fragte ich nach dem Preis. Denn ich hatte keine Ahnung, was da auf mich zukommt. Er sagte zwar, dass er es jetzt noch nicht auf den Cent festlegen könne, aber dass ich in etwa mit X € pro Jahr rechnen könne.

Alles klar, dann weiß ich Bescheid. Ist es mir wert.

Was das für dich heißt:

Wenn du mit deinem Text verkaufen möchtest, ist es hilfreich, ein Preis-Framing anzugeben. Ich weiß, dass das mit den Preisen immer so eine Sache ist und es hängt vermutlich auch von der Branche ab. Früher hatte ich sie auch nicht auf meiner Website stehen. Aber dann kamen Kunden, die nicht bereit waren, meine Preise zu zahlen. Seitdem ich mich dafür ent­schieden habe, meine Preise offen auf meiner Website zu kommu­nizieren, gibt es keine Probleme mehr.

Daher mein Rat: Schnüre konkrete Pakete mit Preisen oder gib zumindest eine Beispiel-Rechnung an, durch die deine Interes­senten eine grobe Vor­stellung haben.

Abschluss

Gegen Ende des Telefonats wurde es noch mal persönlich. Herr Schmitz erzählte mir, dass er auch meine Über-mich-Seite besucht hatte. Er sagte: „Übrigens: Auf Ihrer Über-mich-Seite steht, dass Ihre Lieblings­serie ‚Sturm der Liebe‘ ist. Ich kann Ihnen meine Lieblings­serie empfehlen!“

Erneut hat er Interesse an mir gezeigt, war humorvoll und sympathisch. Ich habe mit einem Grinsen den Hörer aufgelegt.

Für dich kann das erneut bedeuten:

Gehe auf deine potenziellen Käufer ein. Nicht nur im Text, auch im Telefonat: Informier dich, bevor du telefonierst, damit du entspannt Small Talk halten kannst.

Learning aus diesem Telefonat

Schreib deine Website-Texte so, wie Steuer­berater Schmitz telefoniert, wenn du mit Text verkaufen möchtest!

  • Sprich deinen Wunsch­kunden direkt an und komm in „seine Welt“, indem du dich in ihn und seine Probleme hinein­versetzt.
  • Berichte von der Zusammen­arbeit, verdeutliche den Nutzen deiner Leistung und habe ein gutes Angebot (mit Preis­rahmen).
  • Mache es dem Leser so einfach wie möglich. Verwende keine Fach­begriffe, die dein Interessent nicht versteht.
  • Und: Lass es „menscheln“ und durch­scheinen, mit wem es deine Käufer zu tun haben.

All diese Merkmale haben dazu geführt, dass ich als potenzielle Käuferin hoch interessiert war. Meine letzten Notizen aus diesem Telefonat waren: „Klingt sehr sympathisch.“

Somit hat Steuer­berater Schmitz einen sehr guten Job gemacht. Denn Sympathie, Vertrauen und das Menschliche sind schließlich mit die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines Dienst­leisters oder Beraters.

Wenn du gespannt bist auf die Not-to-Dos, die du nicht auf deine Website-Texte übertragen solltest, dann lies hier vom Negativ-Beispiel von Herrn Mayer.

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Wann immer du dazu bereit bist – so kann ich dich unter­stützen:

  1. Du weißt, dass deine Website die oben genannten Punkte noch nicht abdeckt? Hättest es aber gerne so? Dann buche meinen Website-Check und erfahre, was die nächsten Schritte für dich sein könnten, um das zu erreichen. Hier mehr über den Website-Check erfahren.

Hallo, ich bin Susanne Schaffer. Als Business-Mentorin unter­stütze ich Free­lance­rinnen dabei, mehr als Expertin wahr­genom­men zu werden, zeit­lich unab­hängiger zu werden und wert­schätzende Lieblings­kund*innen anzu­ziehen – für eine souve­räne Selbst­ständig­keit, die Spaß macht.

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Was ist die Summe aus 4 und 4?
DR
Dagmar Recklies

Gute Tipps.
Das mit dem Preis kann ich bestätigen. Manche Dienstleister musste ich geradezu nötigen, mir eine ungefähre Preisindikation zu geben. Aber irgendwann möchte man ja etwa wissen, ob es finanziell einigermaßen passt. So eine Situation kann ein Gespräch entspannt oder unangenehm machen.

 

Antwort von Susanne Schaffer

 

Liebe Dagmar,

danke schön!

Und danke, dass du deine Erfahrung mit der Preisdiskussion hier teilst. :) Da hast du vollkommen recht: Eine (zumindest ungefähre) Preisvorstellung hilft, das „Rumgeeiere“ zu vermeiden. :)

Herzliche Grüße
Susanne

AM
Annette Mertens

Toller Artikel, weil es so ein richtig spannendes Beispiel aus der Realität ist! Finde ich super! (Auch wenn ich zum Glück meine Steuer nicht mehr ausgliedern muss.) Bin gespannt auf das Negativ beispiel!!

 

Antwort von Susanne Schaffer

 

Liebe Annette,

besten Dank für die lieben Worte! Und: Nächste Woche geht es weiter. :)

Herzliche Grüße
Susanne