Satzzeichen & Typografie

Drei Pünktchen und fünf Regeln

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Wer sich in meinem Blog umsieht, wird mit den Worten „Mehr lesen...“ dazu eingeladen, sich meine Artikel in voller Länge anzusehen. Fun Fact: Das ist falsch geschrieben – und das auf der Website einer Korrektorin! Es müsste nämlich heißen: „Mehr lesen ...“, mit einem Leerzeichen vor den Punkten. Leider reichen meine Programmier­kenntnisse nicht aus, um diese Voreinstellung zu ändern ... (Update: Das Problem habe ich jetzt dank meiner neuen Website nicht mehr! :))

Die drei Punkte können unterschiedliche Funktionen einnehmen und als

  • Auslassungspunkte (Beispiele 1, 2 und 3),
  • Stilmittel (4) oder
  • Übernahmepunkte (5)

dienen.

1) Wenn Buchstaben innerhalb eines Wortes durch Punkte ersetzt werden, werden die Auslassungs­punkte direkt an das Wort gesetzt.

  • „Du A...!“

An diesem Beispiel erkennt man auch, dass Satz­zeichen wie Ausrufe-, Frage­zeichen oder Klammern direkt nach den Punkten gesetzt werden. Ein Schluss­punkt entfällt hingegen.

2) In allen anderen Fällen wird zwischen dem Wort und den Auslassungs­punkten ein Leer­zeichen gesetzt. So etwa, wenn die drei Pünktchen ein ganzes Wort ersetzen.

  • „Horst liest gerne Comics, Romane ...“

3) In wissenschaftlichen Texten werden Auslassungs­punkte gesetzt, wenn Zitate gekürzt werden. In diesen Fällen werden eckige Klammern um die Punkte gesetzt.

  • „Die eigentliche Sprach­wissenschaft [...] ging aus dem Studium der romanischen und germanischen Sprachen hervor.“

4) Drei Punkte können als Stilmittel eingesetzt werden, wenn verdeutlicht werden soll, dass eine Pause gemacht wird oder ein Gedanke offen bleibt.

  • „Ach ... ich weiß nicht so recht ...“

5) Wenn ein Satz mit Punkten endet und wieder aufgenommen wird, werden die Punkte erneut gesetzt. Hier handelt es sich um Übernahmepunkte.

  • „Rabatt auf ...
    ... Sonnenhüte“

In Sätzen, wo in „normaler“ Form eigentlich ein Komma steht („Wussten Sie, dass das so ist?“), entfällt das Komma jedoch, wenn Übernahme­punkte eingesetzt werden. Denn es wird davon ausgegangen, dass das Komma in den Punkten inbegriffen ist (so die Duden-Sprachberatung auf meine Nachfrage).

  • „Wussten Sie ...
    ... dass das so ist?“

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Hallo, ich bin Susanne Schaffer. Ich unter­stütze Dienst­leiste­rinnen und Berate­rinnen dabei, als Expertin wahr­genom­men zu werden, zeitlich unab­hängiger zu werden und wert­schätzende Lieblings­kunden anzu­ziehen – für eine souve­räne Selbst­ständig­keit.

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