Satzzeichen & Typografie

Gedankenstrich oder Bindestrich?

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Im letzten Rechtschreibtipp ging es um die Kopplung, bei der der Bindestrich zum Einsatz kommt. Aber was macht dann ein Gedankenstrich? Und worin besteht der Unterschied?

Bindestrich

Der Bindestrich wird zwischen Wörter gesetzt,

  • um, wie der Name schon sagt, sie zu verbinden: „Tomaten-Mozzarella-Salat“ oder
  • um anzuzeigen, dass ein gleicher Bestand­teil ausgelassen wurde: „be- und entladen“ statt „beladen und entladen“.

Gedankenstrich

Ein Gedankenstrich hat ganz andere Funktionen. Der Gedanken­strich sorgt in erster Linie für eine Pause beim Lesen.

Manchmal wird nur ein Gedanken­strich gesetzt. Er signalisiert,

  • dass etwas Unerwartetes kommt: „Sie verließ das Land – und zwar für immer“,
  • dass die Rede abgebrochen wird: „Hör auf, du –!“,
  • dass ein Thema- oder Sprecherwechsel folgt: „Ich esse heute einen Salat.“ – „Ich nicht.“
  • dass ein Zusatz anschließt: „Susanne Schaffer – fehlerfreie Marketingtexte“.

Der Gedankenstrich wird dabei immer ans Ende einer Zeile gesetzt, nicht an den Anfang.

Manchmal werden zwei Gedanken­striche gesetzt. Sie zeigen an,

  • dass Zusätze vom restlichen Text abgegrenzt werden: „Das Buch – es ist das beste der Autorin – verkauft sich gut.“

In diesem Fall kann der erste Gedankenstrich auch an den Zeilenanfang gesetzt werden.

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