Rund ums Lektorat

Mein Arbeitsalltag als Lektorin

2 Kommentare

Eine Freundin, die in einem Unternehmen angestellt ist, fragte mich letztens: „Wie ist das eigentlich, wenn man selbstständig arbeitet? Was machst du so den ganzen Tag als Lektorin und bist du nicht einsam?“

Sie konnte sich nicht so recht vorstellen, wie es ist, selbstständig zu sein, und was ich als Lektorin tagtäglich mache. Das möchte ich Ihnen heute erzählen.

Selbstständigkeit

Wie es als Einzelunternehmer ist, muss ich Ihnen nicht sagen, schließlich sind Sie auch selbstständig. Das erzähle ich meiner Freundin in Ruhe ein anderes Mal. :)

Nur so viel: Mir gefällt es sehr gut. Ich bin meine eigene Chefin und kann selbstbestimmt arbeiten. Einsam bin ich nicht. Ich brauche fürs Korrekturlesen Ruhe, da sind die Voraussetzungen im Homeoffice schon ideal.

Außerdem bin ich seit Oktober zwei- bis dreimal pro Woche in einem Coworking-Space in Mönchengladbach, um mich live noch mehr mit Gleichgesinnten austauschen zu können. Digital mache ich das schon längst im Powerhouse, einer Unternehmer-Community für Soloselbstständige.

Mein Alltag als Lektorin

Was ich als Lektorin tagtäglich mache, fragen Sie sich aber vielleicht auch, das variiert nun doch von Business zu Business. Daher gebe ich Ihnen einen kleinen Einblick in einen typischen Arbeitstag.

8:30 Uhr

Um 8:30 Uhr startet mein Arbeitstag. Als Erstes checke ich morgens meine E-Mails und öffne mein Projekt­management-Tool, mit dem ich meine Aufträge im Blick habe.

Und dann lese ich durchgehend acht Stunden Korrektur.

Nicht.

Denn das wäre gar nicht möglich bzw. so könnte ich meinen Kunden nicht die Qualität garantieren, die mir wichtig ist.

Fürs Korrekturlesen und Lektorieren benötige ich viel Konzentration und das ist acht Stunden am Stück nicht machbar. Circa vier bis maximal fünf Stunden am Tag kann ich Texte Korrektur lesen. Aber auch nur mit Pausen zwischendurch.

Da ich mich auf Marketingtexte spezialisiert habe und u. a. Flyer oder Broschüren lektoriere, habe ich es meistens mit eher kürzeren Texten zu tun und nicht mit hundertseitigen Büchern. Da kommen die Pausen von ganz alleine, wenn ich einen Auftrag abschließe, abrechne, E-Mails schreibe und die nächste Korrektur beginne.

Mir gefällt die Abwechslung, die dadurch entsteht!

Vormittags

Bis zur Pause lese ich wenn möglich die Texte Korrektur, die am meisten Konzen­tration erfordern, da meine Augen da noch „am schärfsten“ sind. Und auch die zweite Korrekturrunde, in der ich Buchstabe für Buchstabe überprüfe, lege ich auf den Vormittag. Einen Einblick, wie ich genau beim Korrigieren vorgehe, erhalten Sie in diesem Artikel.

13:15–14:00 Uhr

Am Anfang meiner Vollzeitselbstständigkeit hatte ich mir zunächst keine fixe Pause gegönnt. Ich dachte, dass ich mir schon genug Pausen nehme, wenn ich sie brauche, ich bin in der Entscheidung ja frei. Das war aber ein Fehler, denn oft habe ich mir schlichtweg nicht die Zeit genommen, ausgiebig Pause zu machen. Das habe ich dann nachmittags gemerkt und war am Ende des Tages ganz schön groggy.

Mittlerweile habe ich eine feste Pause eingeführt: Von 13:15 bis 14:00 Uhr klappe ich den Laptop zu und gehe spazieren, wenn es das Wetter zulässt.

Nachmittags

Es ist nicht so, dass ich nachmittags gar nicht mehr lektoriere. Es kommen mir schon ein paar Texte unter, ansonsten würde ich die ganzen Termine nicht einhalten können. Dennoch versuche ich, hier nur die ersten Korrekturdurchgänge zu machen. So kann ich dann eine Nacht drüber schlafen und am nächsten Morgen den gleichen Text mit etwas Abstand weiterkorrigieren.

Wenn es die Zeit zulässt, mache ich nachmittags idealerweise buchhalterische Aufgaben wie Rechnungen schreiben oder Angebote erstellen. Und ich widme mich kreativeren Tätigkeiten wie Blogartikel und Newsletter schreiben oder anderen Marketingaktivitäten.

Auch an meiner kostenlosen Checkliste für Soloselbstständige „7 Fehlerfallen in Marketingtexten, die Kunden kosten“ habe ich meist am Nachmittag gearbeitet.

Regelmäßig nehme ich an Online-Veranstaltungen teil, um mich in Sachen Marketing weiterzubilden. Das kommt einmal meinen Kunden zugute, da ich ihnen bezüglich ihrer Marketingtexte weiterführende Tipps geben kann, und natürlich auch meinem eigenen Business. ;)

17:30 Uhr

Jetzt ist Feierabend. Außer am letzten Mittwoch im Monat, da treffe ich mich abends noch mit zwei anderen Soloselbstständigen per Videokonferenz und wir berichten uns gegenseitig, wie unsere Projekte vorankommen und ob wir gesetzte Monatsziele erreicht haben.

Ansonsten wird um 17:30 Uhr die Büro- oder Coworking-Space-Tür zugemacht und abgeschaltet. Kundenanfragen, die noch reinkommen, beantworte ich erst am nächsten Tag.

23:00 Uhr

Feierabend hin oder her – jetzt gehe ich doch noch mal ins Büro und schnappe mir einen Stift und einen Zettel. Beim Einschlafen kommen mir nämlich immer die besten Ideen für Konzepte, Blogartikel und mehr (auch dieser Absatz ist mir gestern Nacht nachträglich noch eingefallen). Damit ich das bis zum nächsten Tag nicht vergesse, raffe ich mich noch mal auf und notiere es mir. :)

Fazit

Mein Alltag als Lektorin ist dadurch, dass ich viele kleinere Texte lektoriere, sehr abwechslungs­reich. Das ist genau mein Ding – auch, weil ich dadurch mit unterschiedlichen Kunden zu tun habe.

Auch die Abwechslung zwischen der Konzentration beim Korrekturlesen und der Kreativität bei der Planung meines Business kommt mir sehr entgegen. Insgesamt macht mich meine Arbeit sehr glücklich und ich bin dankbar, einen so erfüllenden beruflichen Alltag haben zu dürfen.

Wie sieht Ihr Businessalltag aus? Erzählen Sie mir es gerne in einem Kommentar!

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Hallo, ich bin Susanne Schaffer. Ich unterstütze Soloselbst­ständige, die bezüglich ihrer Rechtschreibung und ihres Stils unsicher sind.

Durch mein Lektorat helfe ich Ihnen dabei, mit fehlerfreien Marketingtexten einen professionellen Eindruck bei Ihren Kunden zu hinterlassen.

Im Gegensatz zu anderen Lektoren biete ich neben meiner Korrektur eine persönliche Rechtschreib­analyse. Dadurch werden Sie in der Kommuni­kation mit Ihren Kunden sicherer.

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Bitte rechnen Sie 4 plus 5.
AR
Anja Rödel

Ich liebe solche Einblicke "hinter die Kulissen" - vielen Dank dafür! :-)
Und viele Grüße
Anja Rödel

SS
Susanne Schaffer

Hallo Anja,

ich auch! Daher dachte ich, dass das für andere auch spannend sein könnte. Freut mich, dass es gefallen hat. :)

Herzliche Grüße
Susanne

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