Rund ums Lektorat

Wie ich Lektorin wurde

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Vielleicht fragen Sie sich, wie man eigentlich Lektorin wird? Einen exakt vorgegebenen Weg gibt es nicht.

Zwei von mehreren Wegen sind zum Beispiel:

  1. Entweder ein Fach (wie Medizin) studieren und dann Texte aus diesem Fachbereich lektorieren (z. B. in einem Verlag, der Fachbücher für Medizin herausgibt)
  2. oder Germanistik studieren und durch das Studium nicht festgelegt sein auf einen Bereich.

Ich bin den zweiten Weg gegangen. Aber wie war das genau? Wie komme ich zu meiner Spezialisierung auf Marketingtexte? Und ging ich einen geraden Weg Abi, Studium, Lektorin?

Spoiler: Ganz so einfach war es bei mir nicht. ;)

Sind Sie neugierig? Dann lesen Sie weiter.

„Was willst du mal werden?“

Diese Frage wurden Sie vermutlich auch zuhauf in Ihrer Jugendzeit gefragt. Als Pferdenärrin wollte ich ganz klassisch Tierärztin werden, später Orchester­musikerin (wie meine Eltern). Aber wie es dann so ist: Beim Tierarzt­praktikum wurde mir schlecht und Geige konnte ich so genial auch nicht spielen. ;)

Lehramt

Also beschloss ich, Deutsch- und Französisch­lehrerin zu werden. Schließlich ging ich gerne zur Schule und Sprachen lagen mir. Ich war eine Leseratte und ging seit meiner Kindheit gern mit Texten um.

Aber, und das wurde mir erst in zwei Praktika während des Studiums so richtig bewusst: Als Lehrerin darf man ja nicht nur Klassenarbeiten korrigieren und über Texte sprechen, sondern da sind ja auch noch diese Schüler. Wenn die nicht wären ... :D

Als ruhigere Person bin ich einfach kein Mensch, der gerne vor einer Klasse steht und sie in Zaum hält. Also überdachte ich die ganze Sache und suchte nach einer Alternative. Schade um die Tests, die hätte ich echt gern korrigiert!

Literatur- und Sprachwissenschaft

So wechselte ich in den Bachelorstudiengang Literatur- und Sprachwissenschaft mit Hauptfach Germanistik und Nebenfach Französisch, glücklicherweise konnte mir ich Kurse anrechnen lassen und habe somit keine Zeit verloren.

Auf die Fragen „was man damit denn macht“ und „ob man mit Germanistik nicht mal Taxifahrer wird“ hatte ich keine Antworten parat, schließlich gibt es viele Berufe, die man als Geistes­wissenschaftler ausüben kann.

Und so nutzte ich meine Zeit neben dem Studium, um herauszufinden, was mir Spaß macht und was ich gut kann.

Ich machte Praktika in

  • einer Buchhandlung,
  • einer deutschen Online-Redaktion in Paris,
  • einem Verlag und
  • in einer Bibliothek.

Parallel arbeitete ich für einen publizierenden Juraprofessor als studentische Hilfskraft und korrigierte Druckfahnen, bevor sie an den Verlag gingen.

In all diesen Stationen kristallisierte sich langsam, aber sicher heraus, dass Rechtschreibung mein Steckenpferd ist und ich am allerliebsten Texte korrigiere und überprüfe.

Kurzer Umweg durch die Bibliothek

Dennoch war ich kurz vor Ende meines Bachelorstudiums noch nicht hunderprozentig sicher, wo die Reise hingeht. Die Arbeit in einem Verlag hatte ich mir etwas schöner vorgestellt und mein Wunsch nach einem sicheren Job ließ mich dann dazu hinreißen, mich für ein Masterstudium in Bibliotheks- und Informations­wissenschaft zu bewerben.

Festanstellung als Korrektorin

Als Voraussetzung für das Studium benötigte ich jedoch eine Festanstellung in einem Beruf, der zu meinem Bachelorstudium passte. Also schrieb ich Bewerbungen und erhielt eine Zusage für eine Stelle als Korrektorin in einem Unternehmen 860 Meter von zu Hause entfernt. Bingo!

Dort gefiel es mir so gut, dass ich Bibliothek bald Bibliothek sein ließ und das Studium abbrach.

Ich arbeitete also als Korrektorin für Werbetexte und war voll in meinem Element.

Ich korrigierte Werbeanzeigen, Flyer, Broschüren, Magazine und weitere Texte für renommierte Unternehmen und lernte dort alles, was ich in meiner jetzigen Spezialisierung als Lektorin für Marketingtexte benötige: nicht nur alles rund um Recht­schreibung, sondern auch einen Blick für Typografie und fürs Layout von Werbematerialien, was ich bei meiner Arbeit stets berücksichtige.

Gründung meiner nebenberuflichen Selbstständigkeit

Ein Jahr später machte ich mich nebenberuflich selbstständig und legte den Grundstein für mein heutiges Business. Mehr darüber, wie der Start in die Selbstständigkeit für mich war, lesen Sie in diesem Artikel zum ersten Jubiläum.

Germanistik Vol. 2

Neben meinem Beruf und der Selbstständigkeit begann ich dann (erneut) ein Masterstudium, dieses Mal aber das richtige: Germanistik. In Hausarbeiten und in meiner Masterarbeit konnte ich mein Wissen noch vertiefen. Viel mehr gibt es zum Master aber nicht zu sagen, mein Fokus lag in der Zeit eindeutig darauf, mich im Beruf weiterzuentwickeln. :)

Selbstständige Lektorin

Nach meinem Masterabschluss und im dritten Jahr meiner nebenberuflichen Selbstständig­keit fasste ich den Entschluss, mich komplett selbstständig zu machen. Was alles im dritten und spannendsten Jahr passiert ist, lesen Sie im Artikel über meinen 3. Business-Birthday.

Und somit wären wir in der Gegenwart angekommen!

Rückblick

Wenn ich auf die Jahre der Suche und des Ausprobierens zurückblicke, frage ich mich manchmal, warum ich nicht früher gemerkt habe, wo meine Reise hingeht.

Aber gleichzeitig bin ich froh, all diese Erfahrungen gemacht und all die Einblicke in Unis und Unternehmen gehabt zu haben und daher jetzt mit voller Sicherheit sagen zu können:

Ich bin Lektorin für Marketingtexte und bin absolut glücklich damit. Wieso genau ich Marketingtexte lektoriere, erfahren Sie in diesem Blogartikel.

Denn das war schließlich immer mein großes Ziel: im Beruf glücklich zu sein.

Und die Taxis müssen jetzt halt leider von jemand anderem gefahren werden. ;)

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Als Lektorin ist es mir wichtig ...

... meine Kunden vor negativen Kommen­taren in Bezug auf Recht­schreib­fehler zu schützen.

Dass Recht­schreib­fehler einen negativen Ein­druck auf Leser machen, haben Studien bewiesen.

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Hallo, ich bin Susanne Schaffer. Ich unterstütze Soloselbst­ständige, die bezüglich ihrer Rechtschreibung und ihres Stils unsicher sind.

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Im Gegensatz zu anderen Lektoren biete ich neben meiner Korrektur eine persönliche Rechtschreib­analyse. Dadurch werden Sie in der Kommuni­kation mit Ihren Kunden sicherer.

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