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Was ist besser: „das“ oder „welches“?

3 Kommentare

Auf manchen Web­sites, die ich optimiere, finde ich Sätze wie:

  • „Meine Beratung, welche Problem X löst, kann Z.“

Da nehme ich immer eine kleine Änderung vor, und zwar ent­ferne ich das „welche“.

Was ich stattdessen einsetze und warum ich das über­haupt mache, darum geht es in diesem Artikel.

„die“ statt „welche“

Das Relativpronomen „welche“ ersetze ich einfach durch das Relativ­pronomen (Hinweis: Im Video sage ich versehen­tlich „Artikel“) „die“:

  • „Meine Beratung, die Problem X löst, kann Z.“

Aus dem einfachen Grund, dass du auch nicht so sprechen würdest. (Davon gehe ich jetzt zumindest einfach mal stark aus.)

Einfacher Stil

Deine Website soll dich wider­spiegeln und dein potenzieller Kunde soll das Gefühl haben, als ob er mit dir spricht. Daher solltest du lieber das einfachere „das“ verwenden.

Du sprichst vermutlich nicht so:

  • „Meine Beratung, welche“ oder
  • „Ich habe Ihnen eine E-Mail geschrieben, welche das und das aussagt.“

Das hat man sich schriftsprachlich so angewöhnt.

Und daher solltest du es auch nicht in deinen Website-Texten oder in anderen Marketing­texten schreiben.

Meine Empfehlung

Schreibe stilistisch etwas einfacher! Deine Website-Besucher werden es dir danken. :)

Textoptimierung

Bist du unsicher, ob deine Website-Texte klar genug sind, um deine Ziele zu erreichen? Gerne gebe ich dir Feed­back Verbes­se­rungs­vor­schläge in meinem Website-Check. Erfahre hier mehr darüber.

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Hallo, ich bin Susanne Schaffer. Als Business-Mentorin unter­stütze ich Free­lance­rinnen dabei, mehr als Expertin wahr­genom­men zu werden, zeit­lich unab­hängiger zu werden und wert­schätzende Lieblings­kund*innen anzu­ziehen – für eine souve­räne Selbst­ständig­keit, die Spaß macht.

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Bitte rechnen Sie 9 plus 4.
BK
Beatrice Krammer

Vielen Dank Susanne für diesen einfachen Hinweis, welcher (ähm nein ;)) DER Texte irgendwie gleich irgendwie persönlicher und sympathischer wirken lässt.

 

Antwort von Susanne Schaffer

 

Liebe Beatrice,

sehr gern! Und gut angewendet direkt. ;)

Herzliche Grüße
Susanne

S
Sabine

Das ist sehr interessant und ist für mich SEHR stimmig. Ja das komplizierte Beamtendeutsch. Ich bin gerade dabei, das zu ändern. Danke für den tollen Tipp. Also:
Ich helfe meinen Kundinnen, dass sie wieder durchschlafen können, um ihr Business tiefenentspannt erfolgreicher leiten zu können.

 

Antwort von Susanne Schaffer

 

Hallo Sabine,

danke für das positive Feedback!

In diesem Satz kommt das besagte „das“ (ehemals „welches“) nicht vor, aber vielleicht lag darin ja gerade die Änderung. :)

Ich finde den Satz klar verständlich, denn Sie sagen, was Ihre Kundinnen von Ihnen bekommen (durchschlafen können) und was sie davon haben (Business tiefenentspannt erfolgreicher leiten).

Wenn das jetzt die erste Zeile auf der Startseite wäre, würde ich noch folgende Ergänzung vorschlagen:

Als ___ (Berufsbezeichnung) helfe ich ___ (kann man die Kundinnen noch näher definieren?), dass sie wieder durchschlafen können, um ihr Business tiefenentspannt erfolgreicher leiten zu können.

Damit Ihre Website-Besucher noch deutlicher wissen, ob sie bei Ihnen richtig sind. :)

Ich hoffe, das hilft!

Herzliche Grüße
Susanne

 

O
Oliver

Hallo Susanne,
durch Zufall bin ich auf Deiner website gelandet und 'muss' den Beitrag kommentieren.

Denn welche/r/s ist kein Relativpronomen, sondern ein Fragepronomen. In der Schule (vor ungefähr tausend Jahren - zumindest im vorigen Jahrtausend) haben wir - bevor uns erklärt wurde, was Relativsätze sind - als Eselsbrücke für 'das' oder 'daß' (heute 'dass') nach dem Komma gelernt, ob das Wort mit dieses, jenes oder welches ersetzt werden könne ... so hat nach meiner Vermutung das falsche 'welches' Eingang in die Schriftsprache gefunden.

Es ist also nicht unbedngt die Argumentation, dass man so nicht sprechen würde, sondern dass man keine Frage stellt. Die meisten Leute haben aber Angst vor zwei 'der', 'die' oder 'das' hintereinander und meinen, so ein Fragepronomen klänge vornehmer oder intelligenter. Das Gegenteil ist der Fall; mir streuben sich die Nackenhaare, wenn ich so etwas lese.

Und ich finde es schön (auch hinsichtlich der anderen Beiträge, denen ich zustimme), dass es noch Menschen gibt, die sich für angenehme Sprachgestaltung erwärmen. Denn diejenigen, denen man ihr mangelhaftes Verständnis für den Sinn von Korrektheit der Sprache nicht vermitteln kann, werden ein Korrektorat oder Lektorat auch gar nicht wahrnehmen.

 

Antwort von Susanne Schaffer

 

Hallo Oliver,

danke für deinen Beitrag und du hast recht: „welcher“ kann auch ein Fragepronomen sein. Es kann aber ebenso die Funktion eines Relativpronomens einnehmen, daher ist das oben in meinem Blogartikel/Video durchaus korrekt. :)

Und ich muss dir beipflichten: Meine Nackenhaare stellen sich auch auf, wenn ich das Wörtchen „welches“ anstelle von „das“ höre.

Viele Grüße
Susanne