Gastartikel

11 Tipps für perfekt formatierte Webtexte

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Wann hast du das letzte Mal eine reine Textwüste am Monitor gelesen? Wahrscheinlich kannst du dich daran nicht mehr erinnern, denn solche Inhalte klicken wir alle wieder weg.

Die Gastautorin, Web­designerin Magdalena Gajewski, zeigt dir heute elf einfache Tipps, mit denen du deine Web­texte so formatieren kannst, dass deine Besucher:innen gar nicht anders können, als weiterzulesen.

 

11 Tipps für die Text­formatierung

Fakt ist: Dein Webtext, egal ob du einen Blog­beitrag veröffentlichst oder dein Angebot auf der Website beschreibst, muss inhaltlich überzeugen. Doch Web­texte sind keine gedruckten Bücher oder Magazine und werden von deinen Besu­cher:innen anders gelesen.

Es ist daher wichtig, deine Webtexte optisch zu formatieren, um sie leicht lesbar zu machen. Dabei helfen folgende Tipps:

 

1. Struktur ist die halbe Formatierung

Wenn du deine Texte bereits vor dem Schreiben sinnvoll strukturierst, hast du die halbe Text­formatierung erledigt. Welche Inhalte möchtest du erwähnen? Welches Fazit oder Learning können deine Leser:innen daraus ziehen? Gibt es am Schluss eine Handlungs­aufforderung?

So ist dein Text bereits in Einleitung, Haupt­teil und Ende gegliedert.

Dabei solltest du immer im Hinter­kopf behalten, dass Leser:innen im Netz ziemlich wenig Zeit (um nicht zu sagen Geduld) haben. Sie suchen nach einer Information und möchten diese so schnell wie möglich bekommen. Gib sie ihnen direkt am Anfang und verstecke keine wichtigen Erkennt­nisse am Ende deiner Texte.

 

2. Nutze eine Einleitung

Die Aufmerksamkeitsspanne von User:innen im Internet ist extrem kurz, sogar Eich­hörnchen schaffen es meistens länger. Du musst daher bereits in den ersten Zeilen deines Textes Interesse wecken.

Dafür ist eine Einleitung wichtig. Hier kannst du in wenigen Sätzen zusammen­fassen, welchen Nutzen deine Leser:innen erwarten können, wenn sie dir ihre kostbare Zeit schenken.

 

3. Überschriften und Zwischen­überschriften sind wichtig!

Bestimmt hat dein Text eine Haupt­überschrift bekommen. Aber verwendest du auch Zwischen­überschriften?

Tatsächlich lesen die wenigsten Besucher:innen einer Website noch komplette Texte. Meistens „scannen“ sie nur die Zwischen­überschriften und bleiben lediglich an den Informationen hängen, die für sie im Augenblick relevant sind.

Mit Zwischenüberschriften kannst du zeigen, um was es im folgenden Abschnitt geht und so das Interesse zum Weiter­lesen wecken.

 

4. Absätze vereinfachen das Lesen

Das Lesen an einem Monitor, vielleicht sogar am Smart­phone, ist ziemlich anstrengend für die Augen. Nutze die Text­formatierung deiner Webtexte, um es für deine Leser:innen so angenehm wie möglich zu machen.

Dazu gehört auch das Verwenden von Absätzen.

Du kannst dir merken: Jeder Gedanke bekommt einen eigenen Absatz. Das kann in manchen Fällen auch nur ein Satz sein.

So vermeidest du, dass deine Leser:innen bei einer Text­wüste genervt deine Website wieder verlassen und die Informationen woanders suchen.

 

5. Habe keine Angst vor Weißraum

Als Weißraum auf Websites wird der Abstand zwischen einzelnen Elementen beschrieben. Bei der Text­formatierung ist das die Entfernung der einzelnen Absätze zueinander.

Habe keine Angst, die Absätze bei deinen Web­texten großzügig einzusetzen. Natürlich bedeutet das nicht, dass deine Leser:innen unendlich scrollen müssen, um heraus­zufinden, ob noch Text kommt.

Aber du darfst ruhig etwas mehr Abstand verwenden, als es zum Beispiel dein Word­dokument tut.

Zusätzlicher Tipp: Schaue dich auf deinen Lieblings­websites um. Wahrscheinlich verwenden die einen für das Auge angenehmen Abstand, sonst würdest du sie nicht regel­mäßig besuchen und lesen.

Wenn du noch mehr Gestaltungs­tipps für deine Website brauchst, dann empfehle ich dir folgenden Artikel: 15 praktische Wedesign-Tipps für DIY-Selbstständige.

 

6. Mache Texte „scannbar“

Die Besucher:innen deiner Website scannen deine Texte nicht nur nach Zwischen­überschriften. Auch Fettungen helfen dabei, das Auge bewusst zu lenken.

Du kannst wichtige Sätze oder Satzteile mit fetter Schrift hervorheben und so zum Weiterlesen animieren.

Setze das aber bewusst ein. Wenn du jeden zweiten Satz markierst, wirkst du unentschieden. Vermeide auch, ständig nur einzelne Worte zu fetten. Das macht das Lesen wieder anstrengend und damit vertreibst du deine Leser:innen wieder.

 

7. Halte deine Sätze so kurz wie möglich

Ich kenne das noch aus der Schule: In einem Wälzer wurden Sätze über mehrere Zeilen gezogen und oft konnte ich mich – endlich beim Punkt angekommen – kaum noch an den Anfang erinnern.

Was bei Schul- oder Sach­büchern schon anstrengend ist, ist auf Websites noch schlimmer!

Gestalte deine Sätze daher so kurz wie möglich und vermeide Schachtel­sätze. Lieber verteilst du eine Aussage auf zwei oder drei Sätze, anstatt deine Leser:innen auf dem Weg zum Punkt zu verlieren.

Mehr über verständliches Schreiben liest du in diesem Blogartikel.

 

8. Verwende unterschiedliche Satzzeichen

Es gibt mehr als nur Punkt, Komma und Ausrufe­zeichen. Letzteres solltest du übrigens nur sparsam verwenden, da sich Leser:innen sonst schnell „angeschrien“ fühlen.

Durch unterschiedliche Satz­zeichen lockerst du deine Sätze optisch auf. Du kannst etwa mit einem Doppelpunkt oder Gedanken­strich Satzteile besonders hervorheben. Mit einem Frage­zeichen regst du zum Nachdenken an. Werde kreativ!

Übrigens: Je öfter du unterschiedliche Satz­zeichen bewusst bei der Text­formatierung deiner Website-Texte verwendest, desto eher baust du das in Zukunft direkt beim Schreiben ein.

Wie du Satzzeichen korrekt schreibst, erfährst du in diesen Artikeln:

 

9. Aufzählungen und Listen „verkürzen“ deine Texte

Du hast noch einiges an Informationen, die du deinen Leser:innen mitgeben willst, aber dein Text ist schon relativ lang? Aufzählungen und Listen helfen dabei, viel Inhalt über­sicht­lich darzustellen. Dafür kannst du unter anderem verwenden:

  • Zahlen
  • Punkte
  • Striche
  • Icons
  • Häkchen

Je nachdem, welches Zeichen am besten zu deinem Inhalt passt. Mehr über die richtige Anwendung von Aufzählungen, erfährst du in diesem Artikel.

 

10. Ebenfalls wichtig: Schriftart, -größe und -farbe

Alle drei sollten nicht zufällig, sondern bewusst gewählt werden.

Für die Schriftart gilt: Sie muss auf allen Devices gut lesbar sein – also sowohl auf dem großen Monitor am PC als auch auf dem Smartphone.

Oft werden auf Websites zwei Schrift­arten miteinander kombiniert. Beliebt ist im Moment die Kombination aus einer Hand­schrift für die Überschriften und einer schlichteren Schrift für den Text.

Solltest du dich auch dafür entscheiden, dann prüfe unbedingt, ob beide Schrift­arten auf allen Geräten gut zu lesen sind.

Das Gleiche gilt übrigens für die Schriftgröße. Generell solltest du eine wählen, die für das Auge angenehm ist. Jedoch unterscheidet sich das je nach Device. Wahrschein­lich wirst du für die Desktop-Variante deiner Website eine andere Größe verwenden müssen als für die Darstellung auf dem Smartphone.

Kreativität bei der Wahl deiner Schrift­farbe ist nicht gefragt. Farbige Schriften sind häufig schlecht lesbar. Du bleibst am besten bei Schwarz, Grau oder Dunkelblau.

 

11. Prüfe die optische Zeilenlänge

Du weißt nie, wie groß das Gerät ist, auf dem dein Text gelesen wird. 13-Zoll-MacBook oder 29-Zoll-Ultrawide-Monitor?

Vor allem auf den breiten Monitoren kann es enorm unbequem sein, Texte in vollbreiter Zeile zu lesen.

Bei der Text­formatierung kannst du rechts und links ruhig einen großzügigen Abstand lassen.

Doch aufgepasst: Prüfe deine Einstellungen wieder auf dem Smartphone und passe gegebenen­falls an. Es passiert schnell, dass auf dem kleinen Bildschirm nur noch zwei Worte neben­einander stehen. So kann leider auch niemand deinen Text lesen.

 

Mehr Kund:innen durch gut formatierte Webtexte

„Wozu die ganze Arbeit?“, fragst du dich vielleicht. Zu so ziemlich jedem möglichen Thema gibt es im Netz schon haufen­weise Inhalte. Es ist unwahr­scheinlich, dass gerade du mit deinen Leser:innen etwas völlig Neues teilst.

Du musst dich daher schon auf den ersten Blick von deinen Mitbewerbern unterscheiden – und das klappt mit einer perfekten Text­formatierung.

Kleiner Mutmacher zum Schluss: Je öfter du deine Texte nach den oben beschriebenen 11 Tipps formatierst, desto eher machst du das auch direkt bei der Text­erstellung und hast damit kaum noch Arbeit im Nachgang.

 

Autorenvorstellung

Magdalena Gajewski ist WordPress-Web­designerin. Sie hilft selbst­ständigen Frauen dabei, mit einem strukturierten Web­auftritt ihre Expertise zu zeigen und Kund:innen zu gewinnen.

Mehr kannst du auf ihrer Website erfahren.

 

 

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