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Motivation für deine Selbstständigkeit – 7 Tipps, wie du dich selbst motivierst

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Als Soloselbstständige arbeiten wir in der Regel alleine in unserem Home-Office. Kein Chef, der uns im Nacken sitzt. Haus­arbeit, die gerne mal ablenkt. Außer­dem ist es ja egal, ob wir das heute oder morgen machen …

Motivation in der Selbst­ständig­keit? Kann durchaus mal flöten gehen!

So geht es auch einer meiner Followerinnen, die mir neulich die Frage stellte: „Eigen­motivation: wie motiviere ich mich selbst? Wie schaffst du es, bei ungeliebten Tätig­keiten oder bei zu wenig Zeit [motiviert zu bleiben]?“

Lass uns also mal schauen, wie du Motivation für deine Selbst­ständig­keit findest, auch wenn du beim Anblick deiner Aufgabe nicht gerade in Jubel­schreie ausbrichst.

Zwei Sachen noch vorab:

Möchtest du lieber die dazu­gehörige Podcast-Episode anhören? Dann klicke hier.

Und ich möchte dich darauf hinweisen: Meine Tipps richten sich an Selbst­ständige, die in guter geistiger und körperlicher Verfassung sind. Ich bin weder Therapeutin noch Expertin im Bereich psychischer Gesund­heit. Daher kann ich keine Empfehlungen für Solo­selbstständige geben, die vielleicht eine Depression haben oder neuro­divers sind und bei denen herkömmliche Rat­schläge nicht ausreichen.

Trifft auf dich nicht zu, sondern dir fehlt gelegent­lich Motivation in deiner Selbst­ständigkeit? Dann kommen jetzt meine Tipps!

Wobei – vorher möchte ich dir noch eine Story erzählen …

(Un)motiviert auf der Baustelle

Wie du vielleicht weißt, habe ich privat zurzeit ein größeres Projekt am Start: die Kern­sanierung unseres Hauses, das wir letztes Jahr gekauft haben. (11 Dinge, die du übrigens von meiner Haus­sanierung für dein Business lernen kannst, liest du hier.)

Freitags den halben Tag und samstags den ganzen Tag bin ich dort und werkele vor mich hin. So auch vor zwei Wochen. Mein Mann trug mir die Aufgabe auf: Ich soll die verputzten Wände ab­schleifen. Mit so einer Art Schleif­papier. Auf der gesamten oberen Etage …

Hatte ich Lust? War ich motiviert? Nope. Sah man mir das an? Entscheide selbst, ich zeig dir jetzt ein Foto von dem Tag.

(Aber bitte nicht erschrecken und das Weite suchen. 😅 Ich weiß, es sieht nach Halloween-Verkleidung aus. Ist aber reiner Schutz, damit ich den Fein­staub nicht einatme und nicht in die Augen kriege. 🙈)



Also, zurück zum Motivations­thema bzw. passender zum Unmotivations­thema. Denn als ich die vielen Quadrat­meter an Wänden vor mir sah, die ich abschleifen sollte, wurde mir ganz anders. Hätte sich ein Motivations­loch vor mir aufgetan – glaub mir, ich wäre rein­gesprungen. Ich bin dann mal weg. Huiiiiiiii!

Dann gab ich mir aber einen Ruck und dachte: „Ich kann jetzt hier den ganzen Tag vor mich hin jammern oder ich mach das Beste draus!“ Die zweite Option fand ich sehr viel erhellender, weshalb ich also über­legt habe: Was kann mich motivieren?

In diesem Fall waren es diese Dinge:

  • Ich habe meine Podcast-App angemacht, die mir den Tag versüßen sollte. (Der Plan ist leider nicht auf­gegangen, weil ich vom Gesprochenen nicht viel verstanden habe durch Abschleif-, Hämmer- und Bohr­geräusche im Haus. Düdüm.)

  • Stattdessen habe ich das Bau­stellen­radio geholt, laut die Musik aufge­dreht und mitge­sungen. (Das hat die zwei anderen im Haus vermutlich nicht gerade motiviert. 😅)

  • Ich habe öfters Pause gemacht, etwas gegessen und auch die Fort­schritte von meinem Mann und Schwieger­vater angeschaut. Sehr motivierend!

  • Am aller­motivierndsten: Ich bin hin und wieder in mein zukünftiges Büro gegangen, hab mich an die unfertige Tür gelehnt und habe mir vorgestellt, wie es einmal werden wird: Wie es mit Deko aussieht, wie es wird, wenn ich endlich dort arbeiten kann, vielleicht an einem Flip­chart stehe oder SOS-Struktur-Calls mit meinen Kundinnen habe. Dieses Zukunfts­bild hat mich richtig motiviert. Denn ich will das so so sehr, dass ich jetzt einfach die Zähne zusammen­beiße und weitermache.

Diese Sachen haben mir an diesem Tag geholfen, doch irgend­wie motiviert Wände zu schleifen. War es der schönste Tag meines Lebens? Klares Nein. Aber auch nicht der schlechteste, weil ich ihn mir im Rahmen der Möglich­keiten möglichst schön gemacht habe.

7 Tipps, wie du Motivation in deiner Selbst­ständigkeit findest

Verlassen wir jetzt mal die Hausbaustelle, ziehen die Fein­staub­maske aus und begeben uns an den sauberen Schreibtisch.

Auch hier kommt es hin und wieder dazu, dass ich un­motiviert bin. Aber ich muss schon sagen: deutlich seltener. Denn der Unterschied ist ja:

  • Im Haus erledige ich Tätig­keiten, die nicht mein Beruf sind, auch nicht mein Hobby, und für die ich auch kein besonderes Talent habe (gelinde ausgedrückt 😁).

  • In meiner Selbst­ständigkeit ist das anders: Da tue ich etwas, was mir liegt, etwas, woran ich Spaß habe.

Und das wäre auch die erste Frage, die ich dir stellen möchte: Ist deine Selbst­ständigkeit (noch) das, was dir grund­sätzlich Spaß macht?

Denn klar, auch hier kann man sich verändern:

  • Du entwickelst dich persönlich weiter,
  • deine Positionierung passt nicht mehr zu dir,
  • du würdest vielleicht lieber andere Dinge tun oder
  • merkst sogar, dass du dir die Selbst­ständigkeit anders vorgestellt hattest.

Das könnten auf jeden Fall Gründe sein, warum es dir schwer­fällt, Motivation für deine Selbst­ständigkeit zu finden.

Nicht jeder ist für die Selbstständigkeit gemacht und das mal in Ruhe und unvorein­genommen zu reflektieren, ist auf jeden Fall eine gute Sache.

Malen wir den Teufel hier aber nicht an die Wand und gehen davon aus: Du bist nach wie vor glücklich in deiner Selbst­ständigkeit und es geht eher um einzelne Aufgaben, bei denen du unmotiviert bist.

Kommen wir also endlich zu meinen 7 Tipps, durch die du Motivation für Aufgaben in deiner Selbst­ständigkeit bekommst:

1. Tipp: Finde die Ursache

Als Erstes empfehle ich noch mal zu reflektieren (ja, noch mal 😉). Und zwar:

  • In welchen Situationen bist du unmotiviert?
  • Ist es bei bestimmten Menschen? (Kund*­innen, Kooperations­partner*­innen …)
  • Welche Aufgaben demotivieren dich?
  • Liegt es an Stress oder Überforderung?

Wenn du die Ursache gefunden hast, würde ich über­legen: Kannst du diese Sache in deinem Business eliminieren?

Beispiel:

  • Du bist unmotiviert, wenn du deine Blog­artikel in deine Website einpflegst ➡ Kannst du diese Aufgabe einfach auslagern?

  • Du hasst es, Videos aufzu­nehmen für dein Marketing ➡ Willst du vielleicht lieber auf andere Weise Marketing machen (Schreiben, Sprechen …)?

Wenn du in deiner Selbst­ständigkeit möglichst die Dinge umgehst, die dir Motivation rauben, kann es schnell sehr viel besser werden!

Und das ist ja das Schöne: Als dein*e eigene*r Chef*in hast du das selbst in der Hand!

Dir fehlt die Zeit zum Reflektieren?

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2. Tipp: Gestalte es dir schön

Auch wenn du als Chef*in selbst entscheiden kannst, wirst du (leider, leider) nicht alles eliminieren können, auf das du keine Lust hast. Auch wenn du am liebsten nur für deine Kund*­innen da sein möchtest, musst du als Selbst­ständige nun mal auch Marketing machen oder an deinem Business arbeiten.

(Warum die Arbeit am Business so wichtig ist, liest du in diesem Artikel.)

Aber auch dann ist es möglich, Motivation in die Sache reinzu­bringen. Nämlich, indem du dir die Tätig­keit so schön wie möglich machst!

Im Haus war das bei mir ja Podcast hören bzw. Musik anschalten.

Was fördert bei dir in der Selbst­ständigkeit die Motivation? Vielleicht:

  • eine schöne Arbeits­umgebung
    • leise Musik
    • schönes Licht
    • vielleicht eine Kerze
    • Ordnung auf dem Schreib­tisch

  • eine gute Verfassung
    • genug Schlaf
    • einen leckeren Tee
    • genug Essen

Was ist es bei dir?

3. Tipp: Sei dir bewusst, wofür du es tust

Weißt du noch, was mich auf der Bau­stelle letztens so richtig motiviert hat? Das war der „Blick in die Zukunft“, als ich in mein Büro geblickt und mir vorge­stellt habe, wie es einmal sein wird, wenn es fertig ist.

Genau das empfehle ich dir für dein Business: Rufe dir regelmäßig ins Gedächtnis:

  • Was ist deine Vision?
  • Wie soll es aussehen, wenn es „fertig“ ist?
  • Wofür tust du das Ganze?
  • Wie wirst du zukünftig sein?

Es beflügelt total, wenn du nicht nur im Klein-Klein des Business-Alltags vor dich hin arbeitest, sondern immer mal wieder den Blick auf das große Ganze wirfst.

Und „Blick drauf werfen“ meine ich auch im wahrsten Sinne des Wortes: Ich habe zum Beispiel ein Vision-Board gestaltet, das den Desktop-Hinter­grund meines Computers ziert.

Eine große Portion Motivation für deine Selbst­ständigkeit!

Denn wenn du weißt, wofür du alles tust, wird es nicht mehr so schwer, auch mal bei unlieb­samen Aufgaben die Zähne zusammen­zubeißen und es trotzdem zu tun.

Ein spannendes Interview zum Thema „das Warum im Business finden“ kannst du dir übrigens hier in meinem Podcast anhören.

4. Tipp: Setze dir realistische Ziele

Es gibt wohl kaum eine Sache, die so sehr die Motivation in deiner Selbst­ständigkeit verhindert wie ständige Enttäuschung.

Enttäuschung im Sinne von: Schon wieder habe ich mein Ziel nicht erreicht!

Klar, ein großes Ziel kann dich beflügeln und antreiben. Wenn du es aber nie auch nur ansatz­weise erreichst, wird es dich eher demotivieren.

Daher empfehle ich dir: Setze dir realistische(re) Ziele!

Bezüglich deiner Ziele ist es außerdem motivierend, die einzelnen To-dos in kleine Teil­schritte herunter­zubrechen. So wirkt eine Aufgabe nicht mehr wie ein unerklimm­barer Berg, sondern nur noch wie ein leicht begehbares Hügelchen.

3 Dinge, die Soloselbstständige davon abhalten, ihre Ziele zu erreichen, liest du auch in diesem Artikel.

5. Tipp: Mach’s dann, wenn du fit bist!

Motivation bei Müdigkeit? Schwierig! So ist es der Motivation also nicht gerade dienlich, wenn du freitag­nachmittags, wenn du ausge­laugt bist, anfängst, an deinen Website-Texten zu schreiben.

Wann du das statt­dessen machen solltest? Dann, wenn du in der richtigen Energie dafür bist, sprich: Wenn du fit bist!

Bei mir zum Beispiel ist das vormittags. Diesen Artikel schreibe ich zwar gerade auch an einem Freitag, aber nicht um 16 Uhr (da bin ich später eh wieder im Haus), sondern gerade ist es 11:33 Uhr. Angefangen habe ich gegen 9:00 Uhr.

Wann bist du besonders fit? Team Lerche, Eule oder irgendetwas dazwischen?

Lege dir die Aufgaben, für die du besonders on point sein musst, also regel­mäßig in Zeit­slots in deine Woche, wo du meistens fit bist.

Mehr über das Timeboxing-Prinzip (worum es sich dabei nämlich handelt), liest du in diesem Artikel. Oder wenn du es direkt umsetzen magst: Schau dir meinen Wochen­planungs-Kurs an, in dem du Schritt für Schritt deine Woche strukturierst und dabei deine Energie berücksichtigst.

6. Tipp: Leg regelmäßig Pause ein

Was ich auf der Baustelle ausgiebig gemacht habe, ist auch im Business wichtig, um motiviert zu bleiben: Pausen.

Erstens verkürzt du dadurch den Zeitraum, in dem du an einer (ggf. ungeliebten) Tätig­keit arbeiten musst. Und zweitens bist du nach einer Pause gut erholt und kannst wieder guten Mutes an die Arbeit zurück.

Wichtig für die Motivation in der Selbst­ständigkeit sind aber nicht nur kurze Pausen, sondern auch längere Zeiten, an denen du abschaltest – wie Wochen­enden oder Urlaube.

Mal ein oder zwei Wochen am Stück offline sein, nicht ans Business denken und nur Sachen machen, die dir Spaß machen? Glaub mir – danach ist die Motivation wieder groß, ins Business zurück­zukehren!

Wann kannst du das nächste Mal Pause machen?

 

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7. Tipp: Mach's nicht allein

Kommen wir zu meinem letzten Tipp, wie du mehr Moti­vation für deine Selbst­ständig­keit bekommen kannst:

Es geht darum, das „solo“ in „solo­selbst­ständig“ nicht zu wörtlich zu nehmen. Statt­dessen empfehle ich dir, eine Gruppe von Gleich­gesinnten zu suchen, mit denen du dich regel­mäßig austauschen kannst.

Ich bin z. B. in einer Mastermind-Gruppe und montags treffen wir uns immer und erzählen uns von unserem Status quo. Zu sehen, dass andere ähnliche Heraus­forde­rungen, aber auch Fort­schritte erleben, motiviert unheimlich!

Was außerdem motiviert, ist unser gemeinsames Coworking. Wir treffen uns in Zoom und arbeiten 3 Stunden zusammen, jeder an seinen Aufgaben. Wenn man in den kleinen Video-Kacheln die anderen konzen­triert arbeiten sieht, kann man gar nicht anders, als sich motiviert auf sein nächstes To-do zu stürzen!

Weil der gemeinsame Austausch so motivi­erend ist, leite ich ebenfalls eine Mastermind-Gruppe. Alle Infos dazu findest du auf dieser Seite.

Eine Gemeinschaft ist übrigens nicht nur im Business wichtig, sondern auch förderlich, wenn du 100 Jahre alt werden willst. 😅 Wie ich da drauf komme? Na, hör dir einfach mal meine Podcast-Episode an: „4 Dinge, die du von 100-Jährigen für dein Business lernen kannst“

Fazit: So findest du Motivation für deine Selbst­ständigkeit

Schön, dass du so motiviert warst und diesen Artikel bis hierhin gelesen hast! Das zeigt doch schon mal, dass du bereit bist, nach Lösungen für gelegen­tliche Motivations­probleme zu suchen. 💪

Und hier fasse ich dir meine 7 Lösungs­vorschläge noch mal zusammen:

  1. Finde die Ursache
  2. Gestalte es dir schön
  3. Sei dir bewusst, wofür du es tust
  4. Setze dir realistische Ziele
  5. Mach’s dann, wenn du fit bist!
  6. Leg regelmäßig Pause ein
  7. Mach’s nicht allein

Und, was motiviert dich am meisten? Leg dir doch ein Dokument an, in das du deine persön­lichen Motivations­strategien schreibst und in das du rein­schauen kannst, wenn du wirklich keine Lust hast.

Was du außerdem als Nächstes tun kannst:

 

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Welchen Schritt du als Nächstes gehen kannst

  1. Möchtest du Teil meiner Mastermind-Gruppe werden? Dann lies dir hier in Ruhe alle Infos durch. :)

Hi, ich bin Susanne Schaffer!

Als Business-Mentorin unterstütze ich Solo­selbst­ständige, die oft das Gefühl haben, dass ihnen die Zeit durch die Finger rinnt.

Ich zeige dir, wie du deinen Business-Alltag struktu­rierst, sodass du mehr geschafft kriegst und trotz­­dem entspan­nte Feier­­abende mit gutem Gewissen genießen kannst.

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